"Heute hat Panama gewonnen. Heute hat unsere Demokratie gewonnen", erklärte Wahlsieger Varela.

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Lateinamerika
05/05/2014

Varela gewann Präsidentenwahl in Panama

Schwere Niederlage für Regierung - Sieger und Oppositionspolitiker Valera versprach sozialere Politik.

Der Oppositionskandidat Juan Carlos Varela hat die Präsidentenwahl in Panama gewonnen. Das Wahlamt erklärte den Bewerber der bürgerlichen Partido Panamenista am Sonntagabend (Ortszeit) zum Sieger. "Sie sind der nächste Präsident der Republik", sagte Wahlamtchef Erasmo Pinilla in einem Live-Telefonat mit Varela. "Heute hat Panama gewonnen. Heute hat unsere Demokratie gewonnen", erklärte der Wahlsieger.

Varela kam nach Auszählung von über drei Viertel der Stimmen auf 39,05 Prozent. Regierungskandidat Jose Domingo Arias erhielt demnach 32,05 Prozent der Stimmen. Der Drittplatzierte Juan Carlos Navarro räumte seine Niederlage ein und gratulierte Varela zum Sieg.

Der amtierende Staatschef Ricardo Martinelli durfte aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht erneut antreten. Allerdings kandidierte seine Ehefrau Marta Linares an der Seite von Arias für das Amt der Vizepräsidentin. Kritiker sahen darin einen Versuch Martinellis, auch nach Ende seiner Amtszeit Einfluss auf die Regierungspolitik auszuüben.

Korruptionsvorwürfe

Der frühere Außenminister Varela hatte 2011 mit Martinelli gebrochen und ihm Korruption vorgeworfen. Als weiterhin amtierender Vizepräsident bildete er ein Wahlbündnis zwischen seiner Partido Panamenista und der Partido Popular und versprach eine sozialere Politik. Am Sonntag kündigte Varela an, eine Regierung der Einheit zu bilden.

Im Wahlkampf hatten alle Kandidaten schwere Korruptionsvorwürfe gegeneinander erhoben. Beobachter sprachen von einer Schmutzkampagne. Die größten Herausforderungen für den künftigen Präsidenten dürften der Ausbau der Infrastruktur, der Kampf gegen die Korruption und die wachsende soziale Ungleichheit sein.

Neben dem künftigen Präsidenten wurden am Sonntag auch die 71 Abgeordneten der Nationalversammlung und knapp 80 Bürgermeister gewählt. Den vorläufigen Ergebnissen zufolge konnte im Parlament keine Fraktion eine absolute Mehrheit erreichen.

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