Niederlande liefern Minenräumlader an Ukraine

Panzer mit ukrainischer Flagge rollen durch eine bewachte Straße
Die Niederlande stellen der Ukraine 1.000 tragbare Ladegeräte zur Räumung von Minen zur Verfügung. Derweil will Großbritannien anders unterstützen.

Die Niederlande stellen der Ukraine tausend Ladegeräte für die Minenräumung zur Verfügung. "Es gibt eine Entscheidung, etwa tausend tragbare Ladegeräte für die Fernminenräumung zu liefern, die Durchgänge in künstlichen Barrieren schaffen können", wurde die niederländische Verteidigungsministerin Kajsa Ollongren auf der Website des ukrainischen Verteidigungsministeriums am Dienstag nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Oleksij Resnikow in Kiew zitiert.

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"Wie ich weiß, stehen Sie jetzt vor dem Problem einer extrem dichten Verminung von Gebieten", sagt sie. Zuvor hatte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock am Dienstag erklärt, die Unterstützung der Ukraine bei der Beseitigung eines massiven Landminengürtels könne eine gemeinsame Anstrengung Deutschlands und anderer Partner werden.

Brennstoff aus sicheren Quellen für ukrainische Atomkraftwerke

Der britische Energieminister Grant Shapps kündigt unterdessen bei einem Besuch in Kiew eine Exportfinanzierung in Höhe von 192 Millionen Pfund (rund 225 Millionen Euro) für Kernbrennstoff für ukrainische Atomkraftwerke an. "Mit dieser Garantie wollen wir der Ukraine helfen, ihren Kernbrennstoff künftig nicht mehr aus Russland beziehen zu müssen", sagt Shapps.

Die Summe garantiere, dass der Brennstoff künftig aus viel sichereren Quellen komme. Eine davon sei Urenco, ein teilweise britisches Konsortium.

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Das ukrainische Energiesystem wurde durch die massiven russischen Luftangriffe schwer beschädigt, wodurch das Land noch abhängiger von seinen alternden Atomkraftwerken (AKW) geworden ist. Das größte AKW der Ukraine, Saporischschja, ist seit März vergangenen Jahres von Russland besetzt. Seitdem haben sich beide Seiten wiederholt gegenseitig beschuldigt, die Sicherheit der Anlage zu gefährden.

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