Tschechien: Rechtspopulis­ti­sche Partei gegründet

Prag
Foto: KURIER/Jeff Mangione Prag, Archivbild

"Alternative für die Tschechische Republik 2017" will sich gegen "Islamisierung" Europas einsetzen.

Eine neue populistische Partei, die sich gegen die "Islamisierung" Europas und für einen eventuellen Austritt Tschechiens aus der EU einsetzen will, ist in Prag gegründet worden. Sie trägt den Namen "Alternative für die Tschechische Republik 2017" (APC). Der Soziologe Petr Hampl wurde auf dem Gründungsparteitag an die Spitze gewählt, berichteten tschechische Medien am Montag.

Die Partei wolle den "Multikulturalismus und die Islamisierung Europas stoppen" und die EU "in die Europäischen Gemeinschaften zurückverwandeln". "Sollte das nicht möglich sein, dann Czexit", betonte APC in einer Erklärung. Damit ist der Austritt Tschechien aus der EU gemeint.

Die APC wurde im Umfeld der Bewegung "Block gegen Islam" gegründet, die sich kürzlich aufgelöst hatte.

Bei ihrer Gründung bezog sich die APC nicht dezidiert auf die ähnlich benannte "Alternative für Deutschland" (AfD). Beobachter gehen aber davon aus, dass die in Umfragen derzeit bei über 10 Prozent stehende rechtspopulistische und islamfeindliche deutsche Partei als Inspiration gedient hatte.

Ladislav Jakl, der frühere Chef der politischen Abteilung im Kabinett des EU-kritischen tschechischen Ex-Präsidenten Vaclav Klaus, begrüßte die Gründungsversammlung der APC in einer Video-Botschaft. "Das wichtigste Thema ist, ob wir den Brüsseler und Pro-Brüsseler 'social engineers' erlauben, weiterhin ihre wilde Experimente mit freien europäischen Völkern und ihren Bürgern zu treiben", sagte Jakl.

(APA / mogo) Erstellt am
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