Zimbabwe's President Robert Mugabe addresses a media conference at State house in Harare, on the eve of the country's general elections, July 30, 2013. Heavily armed riot police deployed in potential election flashpoints in Zimbabwe on Tuesday on the eve of a poll showdown between Mugabe and Prime Minister Morgan Tsvangirai that remains too close to call. REUTERS/Philimon Bulawayo (ZIMBABWE - Tags: POLITICS ELECTIONS)

© Reuters/PHILIMON BULAWAYO

Simbabwe
08/03/2013

Mugabe gewinnt haushoch

Herausforderer Tsvangirai und US-Außenminister Kerry bezweifeln die Rechtmäßigkeit der Wahl.

Bei den Wahlen in Simbabwe hat die Partei des langjährigen Machthabers Robert Mugabe nach offiziellen Angaben einen haushohen Sieg erzielt. Nach Angaben der Wahlkommission vom Samstag wird Mugabes ZANU-PF im neuen Parlament von Harare über eine Zwei-Drittel-Mehrheit verfügen. Der amtierende Premier Tsvangirai kündigte an, das Ergebnis vor Gericht anfechten zu wollen.

Kritik am Ergebnis kommt auch von US-Außenminister John Kerry. Das Wahlergebnis sei nicht "glaubwürdig", erklärte Kerry am Samstag, es sei zu "schweren Unregelmäßigkeiten" gekommen: "Die USA glauben nicht, dass die heute verkündeten Resultate ein glaubwürdiger Ausdruck des Willens des simbabwischen Volkes sind", so der Politiker in einer Aussendung.

Die EU zeigte sich am Samstagabend ebenfalls "beunruhigt". EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton erklärte, die EU werde "weiterhin die Entwicklungen im Land verfolgen". Die politischen Parteien im Land forderte die Diplomatin auf, weiterhin "Ruhe und Ordnung zu bewahren".

In Simbabwe waren zu den Parlaments- und Präsidentenwahlen keine Wahlbeobachter von außen zugelassen. Mugabe hatte stets Betrugsvorwürfe zurückgewiesen, während Tsvangirais Partei MDC vor massivem Betrug warnte. Das MDC sprach von Manipulationen bei der Wählerregistrierung und Einschüchterung von politischen Gegnern. Nach der Wahl 2008, als Tsvangirai das letzte Mal gegen Mugabe antrat, starben rund 200 Menschen nach einer Gewaltwelle.

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