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Politik Ausland
05/11/2012

Misshandlungs-Vorwurf gegen Romney

Der republikanische Präsidentschafts-Werber Mitt Romney soll in der Schule einen schwulen Mitschüler misshandelt haben.

Mitt Romney, der Barack Obama bei der US-Präsidentenwahl herausfordern will, soll nach einem Bericht der Washington Post als 18-Jähriger einen mutmaßlich schwulen Mitschüler misshandelt haben.
"Er kann so nicht aussehen. Das ist falsch. Schaut ihn nur an", soll er im Sommer 1965 über einen Kameraden an der vornehmen Cranbrook School (Michigan) gesagt haben, der seine Haare etwas länger trug und gebleicht hatte. Wenige Tage später habe Romney ihn gemeinsam mit einem anderen Mitschüler angegriffen, zu Boden geworfen und ihm Haare abgeschnitten, berichtete das Blatt in seiner Online-Ausgabe am Donnerstag. Es berief sich dabei auf Aussagen mehrerer ehemaliger Mitschüler.

Der voraussichtliche republikanische Spitzenkandidat Mitt Romney reagierte zurückhaltend auf den Bericht. Er könne sich an den Vorfall zwar nicht erinnern. "Aber ich habe an vielen Streichen an der High School teilgenommen und manche sind zu weit gegangen, und dafür entschuldige ich mich", sagte er Fox News Radio. Vor allem, wenn jemand dadurch verletzt oder beleidigt worden sei.

Das Thema Homosexualität spielt derzeit eine große Rolle im US-Wahlkampf. Obama hatte sich am Mittwoch - nach langem Zögern - ohne Wenn und Aber für die Schwulen-Ehe eingesetzt. Dagegen lehnt sein wahrscheinlicher Herausforderer Romney die Gleichstellung homosexueller Paare mit der klassischen Ehe strikt ab. Seit dem Plädoyer Obamas macht Romney  keinen Hehl aus seiner konservativen Haltung bei diesem Thema.

Pass-Rückgabe

Romneys ehemalige republikanische Konkurrentin Michele Bachmann gibt indes ihren Schweizer Pass zurück. Sie habe einen entsprechenden Brief an das Schweizer Konsulat verfasst, erklärte die erzkonservative Kongressabgeordnete am Donnerstag und verwies darauf, dass ihr die Staatsbürgerschaft nach Schweizer Recht automatisch mit der Eheschließung mit ihrem aus der Schweiz stammenden Mann im Jahr 1978 übertragen worden sei. Ihr Mann Marcus ist Sohn Schweizer Einwanderer.

Bachmann, ein Liebling der rechts-populistischen Tea-Party-Bewegung, war nach einem schlechten Vorwahlauftakt im Januar aus dem Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur ausgestiegen.

Bei einem Besuch Schweizer Parlamentsabgeordneter Anfang dieser Woche in Washington war sie von Fernsehjournalisten gefragt worden, ob sie sich jetzt in der Schweiz um ein Amt bewerben wolle. "Wie Sie sehen können, hätte ich es mit einer Menge Konkurrenz zu tun", antwortete Bachmann scherzend mit Blick auf die Gäste. "Und es wäre sehr starke Konkurrenz, denn sie sind sehr gut."

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