Politik | Ausland
06.03.2012

McCain will Militäreinsatz in Syrien

Luftangriffe auf das Assad-Regime seien die einzige Möglichkeit, so der mächtige Senator.

Es ist der erste prominente US-Politiker, der ein militärisches Eingreifen der USA in Syrien in die Waagschale wirft: Der einflussreiche US-Senator John McCain hat eine Unterstützung der syrischen Oppositionsbewegung mit Luftangriffen gegen die Truppen von Präsident Bashar al-Assad gefordert. Der Senator von Arizona und unterlegene republikanische Präsidentschaftskandidat von 2008 sagte am Montag in Washington, Luftangriffe seien "der einzige realistische Weg", um das "Gemetzel" zu stoppen. Ziel müsse es sein, Rückzugsgebiete für die Opposition vor allem im Norden des Landes zu errichten, damit diese ihre Kräfte sammeln und "politische sowie militärische Aktivitäten" gegen Assad planen könne.

Die USA müssten dabei die internationalen Bemühungen anführen, verlangte McCain. "Um deutlich zu sein: Das wird von den USA erfordern, die feindliche Flugabwehr zumindest in einem Teil des Landes zu zerstören."

Die Regierung von Präsident Barack Obama lehnte einen Militäreinsatz bisher ab. Seit Beginn der Proteste gegen Assad vor rund einem Jahr wurden nach UNO-Schätzungen mehr als 7500 Menschen getötet. McCain selbst wurde als Marineflieger 1967 über Nordvietnam abgeschossen und erst nach fünfjähriger Gefangenschaft freigelassen.