Machtkampf um die K-Frage in der Union: Sticheln, Stänkern und Schweigen

Rivalen Laschet und Söder
Je länger sich die Entscheidung zur Kanzlerkandidaten-Frage zieht, desto größer könnte der Schaden für die kriselnde Union sein. Die Grünen haben sich indessen festgelegt

Es wäre eigentlich keine große Sache. Die kleinste Partei im Bundestag schickt via Pressemitteilung ein Datum aus, an dem der Vorstand erklärt, wen er für die Bundestagswahl ins Rennen schicken will. Ein normales Prozedere, das in Vorwahlkampfzeiten wenig Aufregung erzeugen würde.

Doch was ist derzeit schon normal? Die kleinste Partei im Bundestag – die Grünen – liegt in Umfragen bei 23 Prozent und damit dicht hinter CDU/CSU, der Regierungsunion, um die sich vor einem Jahr alle scharten. In Umfragen dümpelt sie nun bei 25 und 28 Prozent, ihr neu gewählter Vorsitzender Armin Laschet muss um sein Ansehen kämpfen.

Denn ausgerechnet einer, der früher nie infrage gekommen wäre, liegt in Umfragen weit vorne. 2018 war Markus Söder unbeliebtester Ministerpräsident Deutschlands, jetzt könnte er nächster Kanzlerkandidat werden. Dazu hat er sich nie bekannt, aber Interesse durchsickern lassen.

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