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Tigerangriff bei Leipzig: Pfleger stirbt zwei Monate nach Angriff

Die Polizei hat die Raubkatze nur wenige Meter von einer Kleingartenanlage entfernt erschossen.
Tiger

Zusammenfassung

  • Ein 72-jähriger Pfleger ist rund zwei Monate nach dem Tigerangriff in einer privaten Tierhaltung nahe Leipzig an seinen schweren Verletzungen gestorben.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassung, nachdem die Polizei den entlaufenen Tiger zum Schutz der Bevölkerung erschoss.
  • Sechs weitere Raubkatzen wurden inzwischen in eine Auffangstation nach Spanien gebracht, weil das Gelände für die Zahl der Tiere als zu klein gilt.

Rund zwei Monate nach der Attacke eines Tigers auf einen Pfleger in einer privaten Tierhaltung nahe Leipzig ist der Mann gestorben. Der 72-Jährige erlag seinen schweren Verletzungen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Nun werde wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassung ermittelt.

Mitte Mai war ein ausgewachsener männlicher Tiger aus einem privaten Gehege einer ehemaligen Zirkus-Artistin in einem Gewerbegebiet in Dölzig nahe der Autobahn 9 entkommen. Dabei wurde der 72 Jahre alter Helfer der Artistin schwer verletzt. Wie die Staatsanwaltschaft nun mitteilte, erlag der Mann am 10. Juli seinen schweren Verletzungen. Die Polizei erschoss die Raubkatze nur wenige Meter von einer Kleingartenanlage entfernt.

Sechs Tiere wurden nach Spanien gebracht

In der Anlage hatten noch acht weitere Raubkatzen gelebt. Nach wochenlangen Diskussionen wurden sechs Tiere inzwischen in eine Auffangstation nach Spanien gebracht, weil das Areal nach Angaben des Landratsamtes Nordsachsen für die Anzahl der Tiger zu klein sei.

Nach dem Ausbruch und der Attacke war der ausgewachsene Tiger einer angrenzenden Kleingartenanlage nahegekommen. Zum Schutz der dortigen Menschen erschossen Polizeibeamten das Tier.

Die ehemalige Dompteurin und Halterin der Anlage hatte keine Erklärung dafür, wie es zu dem Ausbruch kommen konnte. „Ich habe nichts falsch gemacht. Meine Helfer sind zu 100 Prozent instruiert. Ich verstehe nicht, was hier passiert ist“, hatte sie gesagt. Bei dem Vorfall war sie selbst nicht vor Ort.

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