Politik | Ausland
15.03.2016

Kyam zum neuen Präsidenten Myanmars gewählt

Der neue Präsident ist ein Vertrauter von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.

Mit der Wahl eines Vertrauten von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zum neuen Präsidenten ist in Myanmar (Burma) am Dienstag der Übergang von der Militärdiktatur zur Demokratie besiegelt worden: Der 69-jährige Htin Kyaw wurde auf einer historischen Sitzung von beiden Parlamentskammern in Naypyidaw mit 360 zu 652 Stimmen zum ersten zivilen Staatsoberhaupt seit Jahrzehnten gewählt.

Htin Kyaw lenkt die Geschicke des Landes nun in enger Zusammenarbeit mit Suu Kyi, der durch die Verfassung der Weg an die Staatsspitze noch verwehrt ist. Er besuchte gemeinsam mit der Chefin der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) die Schule und gehört zur Leitung ihrer Stiftung. Die NLD hatte bei der Parlamentswahl im November fast vier Fünftel der zur Wahl stehenden Sitze gewonnen.

Die beiden anderen Kandidaten, Henry Van Thio (57), ein Angehöriger der Minderheit der Chin, und der vom Militär ernannte Hardliner Myint Swe (64), werden Vizepräsidenten. Htins Amtszeit beginnt am 1. April.

Das südostasiatische Land wurde Jahrzehnte von einer Militärjunta beherrscht, Suu Kyi stand jahrelang unter Hausarrest.