"Kultureller Genozid": Experte über Chinas Internierungslager

Bis zu 1,8 Millionen Angehörige der muslimischen Uiguren wurden interniert. Experte Adrian Zenz fordert Sanktionen gegen Peking.

Die kulturelle Auslöschung der uigurischen Minderheit in China ist auf Punkt und Beistrich durchdacht – und reicht über den Tod hinaus. So sucht man in der nordwestlichen Provinz Xinjiang mittlerweile zahlreiche Moscheen und Friedhöfe vergebens.

In der Zwei-Millionen-Stadt Aksu etwa findet sich auf dem Areal des einst riesigen muslimischen Friedhofs ein „Happiness Park“: eine Grünfläche samt Teich und grinsender Pandabär-Statue. Gräber von Generationen uigurischer Familien – einfach ausradiert. Satellitenbilder belegen die Zerstörung.

Doch Peking geht noch viel weiter, um die Provinz, in der es seit Protesten der Uiguren 2009 mit offiziell 197 Toten immer wieder zu blutigen Zwischenfällen mit Han-Chinesen gekommen ist, in den Griff zu bekommen.

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