Jen Psaki: Sprecherin von US-PrĂ€sident Joe Biden

© EPA/JIM LO SCALZO

Politik Ausland

USA warnen vor russischen Massenvernichtungswaffen

Biden-Sprecherin: Russland arbeite mit Falschinformation, um den Krieg weiter eskalieren zu lassen.

03/10/2022, 06:02 AM

Die US-Regierung hat vor einem möglichen russischen Einsatz chemischer oder biologischer Waffen in der Ukraine gewarnt. Moskau wolle mit der Verbreitung von Falschinformationen den Weg dafĂŒr bereiten, den ungerechtfertigten Angriffskrieg in der Ukraine weiter zu eskalieren, warnte die Sprecherin von US-PrĂ€sident Joe Biden, Jen Psaki, am Mittwoch ĂŒber Twitter.

Russland folge dabei einem klaren Verhaltensmuster - entweder um selbst Massenvernichtungswaffen einzusetzen, oder um einen Angriff durch die Ukrainer vorzutĂ€uschen, um eine Rechtfertigung fĂŒr die Fortsetzung des Kriegs zu konstruieren, schrieb Psaki.

Ihre Äußerung kam nach VorwĂŒrfen Russlands, denen zufolge die Ukraine nukleare oder biologische Waffen entwickeln soll. Erst am Montag behauptete das russische Verteidigungsministerium, in der Ukraine gebe es ein Netzwerk von Bio-Laboren, die im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums arbeiteten. Internationale Faktenchecker haben diese Behauptung allerdings lĂ€ngst entkrĂ€ftet.

"Russische Falschinformationen sind kompletter Unsinn"

Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, erklĂ€rte am Mittwoch, die "russischen Falschinformationen sind kompletter Unsinn". Die USA betrieben keine Labore fĂŒr biologische oder chemische Waffen in der Ukraine und respektierten die internationalen VertrĂ€ge zu chemischen und biologischen Waffen vollumfĂ€nglich.

Psaki erklĂ€rte, Russland hingegen habe immer wieder chemische Waffen eingesetzt - etwa bei AnschlĂ€gen auf politische Widersacher von PrĂ€sident Wladimir Putin wie Alexej Nawalny. Zudem unterstĂŒtze Moskau den syrischen Machthaber Bashar al-Assad, dessen Regime "wiederholt chemische Waffen eingesetzt hat". FĂŒr Russland habe es Methode, dem Westen VerstĂ¶ĂŸe vorzuwerfen, die das Land selbst begehe. China scheine die russische Propaganda weiter zu verbreiten, schrieb Psaki.

Zuvor hatten bereits die Vereinten Nationen erklĂ€rt, nichts ĂŒber angeblich in der Ukraine produzierte Massenvernichtungswaffen zu wissen. UNO-Sprecher Stephane Dujarric sagte in New York, der Weltgesundheitsorganisation seien "keine AktivitĂ€ten der ukrainischen Regierung bekannt, die ihren internationalen Vertragsverpflichtungen widersprechen, einschließlich chemischer oder biologischer Waffen."

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