Politik | Ausland
25.06.2017

Keine Feier zum Ende des Ramadan im Weißen Haus

Trump bricht mit Tradition seiner Vorgänger.

Zum ersten Mal seit Jahren hat das Weiße Haus keine Feier zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan veranstaltet. Stattdessen sandte Präsident Donald Trump am Samstag "herzliche Grüße" an Muslime, die das jährliche Fest Eid al-Fitr begingen. Der Feiertag erinnere die Menschen an die "Bedeutung von Barmherzigkeit, Mitgefühl und gutem Willen", erklärte er.

Seit der Amtszeit von US-Präsident Bill Clinton (1993 bis 2001) hatte das Weiße Haus jedes Jahr entweder eine Feier zum Eid al-Fitr-Fest oder während des Ramadans ein Essen zum abendlichen Fastenbrechen (Iftar) veranstaltet.

Im Wahlkampf hatte Trump sich mit antimuslimischen Äußerungen profiliert. Eine Woche nach seinem Amtsantritt im Jänner hatte er ein Einreiseverbot für Menschen aus mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern angeordnet. Dieses ist jedoch auf gerichtliche Anordnung vorerst ausgesetzt.

Mit einem mehrtägigen Fest des Fastenbrechens begehen Muslime weltweit das Ende des Ramadans. Zu "Eid al-Fitr" (türkisch: Seker Bayrami) wird gefeiert, den Fastenmonat mit all seinen Entbehrungen erfolgreich auf sich genommen zu haben. Es werden Festessen aufgetischt, Verwandte besucht und Geschenke gemacht. In islamischen Ländern gibt es Volksfeste.

Das Ramadan-Ende ist die wichtigste islamische Feier neben dem Opferfest und wird in diesem Jahr ab dem 25. Juni begangen. Sollte da allerdings der Neumond noch nicht zu sehen sein, fasten einige Gläubige noch einen Tag länger. Staatsbedienstete in Saudi-Arabien haben um "Eid al-Fitr" von Mitte Juni bis zum zweiten Juli-Wochenende frei.