Politik | Ausland
04.12.2017

Katalanischer Ex-Vizeregierungschef bleibt in U-Haft

Oriol Junqueras und drei weiteren Mitstreitern werden Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen. Sechs Ex-Minister wurden freigelassen.

Der frühere Vizeregierungschef der separatistischen Regionalregierung Kataloniens, Oriol Junqueras, bleibt in Untersuchungshaft. Das Oberste Gericht in Madrid lehnte am Montag einen Antrag des Politikers auf Freilassung ab. Auch drei weitere Vertreter der Unabhängigkeitsbewegung bleiben vorerst in Haft.

Ex-Innenminister Joaquim Forn und die Anführer der einflussreichen katalanischen Gruppierungen Katalanische Nationalversammlung (ANC) und Òmnium Cultural, Jordi Sánchez und Jordi Cuixart, müssten ebenso weiter im Gefängnis bleiben, berichtete das spanische Fernsehen unter Berufung auf Gerichtsunterlagen.

Forderung nach Freilassung inhaftierter Politiker
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APA/AFP/JOSEP LAGO
SPAIN-CATALONIA-POLITICS-DEMO
Protesters hold a banner reading "Freedom to political prisoners" with portraits of detained officials (L-R) Meritxell Borras, Josep Rull, Dolors Bassa, Joaquim Forn, Jordi Cuixart, Jordi Sanchez, Oriol Junqueras, Jordi Turull, Raul Romeva and Carles Mundo during a demonstration in Barcelona on November 3, 2017 to protest against their detention in Madrid. A judge in Madrid was set to issue an EU arrest warrant for Catalonia's deposed leader over his region's tumultuous independence drive, in a move likely to take tensions to a new level in Spain's worst political crisis in decades, a day after other leading figures in Catalonia's secession push were sent to jail pending possible trial. / AFP PHOTO / Josep LAGO
Sechs Ex-Minister freigelassen

Sechs der insgesamt acht festgenommenen Ex-Minister der abgesetzten Regierung dürfen hingegen auf Kaution auf freien Fuß, wie Richter Pablo Llarena entschied. Die Politiker waren vor einem Monat festgenommen worden und hatten in der vergangenen Woche um ihre Freilassung gebeten, um sich am Wahlkampf für die Neuwahlen in Katalonien am 21. Dezember beteiligen zu können. Junqueras und seinen Mitstreitern werden Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen.