Former Italian Prime Minister Silvio Berlusconi speaks during a political rally in Turin February 17, 2013. REUTERS/Giorgio Perottino (ITALY - Tags: POLITICS ELECTIONS)

© Reuters/GIORGIO PEROTTINO

Italien
02/18/2013

Berlusconi nennt Merkel "Ost-Bürokratin"

Italiens ehemaliger Staatschef versucht mit Merkel-Bashing auf Stimmenfang zu gehen.

Der italienische Ex-Premier Silvio Berlusconi ist erneut durch Kritik an der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefallen. "Frau Merkel ist eine intelligente Frau, sie ist aber als Bürokratin in Ost-Deutschland mit seiner zentralistischen Wirtschaft herangewachsen. Ihre tiefe Kultur sieht vor, dass die Wirtschaft eisern organisiert werden muss. Sie denkt, dass in jedem Staat das Defizit maximal 0,5 Prozent betragen soll. Das ist nicht für alle Staaten möglich. Es ist ein Wahnsinn, einem Land, das nicht wächst, Regeln der Austerität aufzuzwingen", sagte Berlusconi in einer Ansprache vor Unternehmern in der norditalienischen Stadt Monza.

Es ist Berlusconis sechster Wahlkampf.

Mit Berlin-Kritik auf Stimmenfang

Berlusconi, der als Chef einer Mitte-rechts-Allianz ins Rennen um die italienischen Parlamentswahlen am kommenden Sonntag und Montag geht, hat im Wahlkampf mit einer Reihe Berlin-kritischer Äußerungen um Wählerstimmen geworben. "Um zu regieren, habe ich die Zustimmung der Wähler erbeten und erhalten, nicht die der Frau Merkel", erklärte der Ex-Premier zuletzt. Er meinte damit, der scheidende Regierungschef Mario Monti habe die Kanzlerin wohl um Konsens zu seiner Regierung ersucht.

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