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Iran plant Raketenangriffe auf Europa - wenn Krieg weitergeht

Während zwischen den USA und dem Iran wieder alle Zeichen auf Krieg stehen, scheint sich Teheran auch auf Angriffe auf Europa vorzubereiten.
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„Es gibt keine Gespräche, keine Verhandlungen ... und es sind auch keine geplant“, ein merklich entnervter Donald Trump machte Dienstag Abend unmissverständlich klar, worauf die Zeichen im Krieg gegen den Iran stehen: neuerliche Eskalation. Wie die britische „Financial Times“ exklusiv berichtet, könnte das auch für Europa gefährliche Auswirkungen haben. Teheran scheint entschlossen, den Krieg auch in diese Richtung auszuweiten.

Hormus-Blockade geht weiter, alle Fristen für Frieden verstrichen

Die für 60 Tage anberaumte Frist, um das Rahmenabkommen für einen Frieden umzusetzen, ist weitgehend ergebnislos verstrichen. Auch die Lage in der weiterhin blockierten Straße von Hormus bleibt unsicher, der internationale Schiffsverkehr stockt, auch weil das anhaltend hohe Risiko die Versicherungen für die Frachter in die Höhe treibt und das Containergeschäft damit unrentabel macht.

Trumps leere Drohungen

Trump hat in den vergangenen Wochen immer wieder mit einer massiven Ausweitung der US-Luftangriffe auf den Iran gedroht, doch ob die US-Streitkräfte derzeit dazu in der Lage sind, wird immer häufiger angezweifelt. Immer deutlicher zeichnet sich ein Mangel an Munition ab, vor allem Abwehrraketen vom Typ Patriot fehlen.

Mehrere US-Medien, darunter die „New York Times“ und das „Wall Street Journal“, berichten übereinstimmend über vertrauliche Gespräche von US-Generalstabschef Dan Caine mit dem Präsidenten.  Die Wiederaufnahme großflächiger Angriffe  gegen den Iran würde zu einer gefährlichen Verknappung der Abfangraketen führen, die dem für Einsätze im Nahen Osten zuständigen US-Zentralkommando zur Verfügung stünden. Trump habe daraufhin von einem geplanten großen Schlag gegen den Iran Abstand genommen. Auch Langstreckenraketen, die bei den ersten großen Angriffswellen gegen das Land im Frühjahr die Hauptrolle spielten, werden laut Militärexperten immer weniger eingesetzt.  

Teherans Vorbereitungen auf den Krieg zeigen Wirkung

Teheran dagegen erweist sich weiterhin als viel besser gerüstet und auf den Krieg vorbereitet, als es die USA erwartet haben. Vor allem die Revolutionsgarden, jene direkt der religiösen Führung unterstellte Elitetruppe, scheinen auch nach Wochen intensiven Bombardements weiterhin fähig, Gegenschläge durchzuführen: gegen die Golfstaaten, wo fast täglich Raketen einschlagen, aber etwa auch gegen Jordanien und US-Militäreinrichtungen dort. Erst vor kurzem kamen wieder mehrere US-Soldaten ums Leben.

Reichweite iranischer Raketen

Doch die Pläne der Iraner reichen weiter - bis nach Europa hinein will man den Konflikt offensichtlich tragen. Wie die „Financial Times“ berichtet, soll die militärische Führung konkret Angriffe vor allem im für Irans Raketen leichter erreichbaren Osteuropa planen. So habe man etwa Bulgarien und dortige Einrichtungen des US-Militärs im Visier. Der EU- und NATO-Staat hat erst kürzlich den USA die Nutzung seines Territoriums als Ausgangspunkt für Angriffe gegen den Iran gestattet. Auch Zypern, wo schon zu Kriegsbeginn eine iranische Rakete einschlug, soll auf der Liste möglicher Ziele stehen.

Über Jahre am Raketenarsenal gebastelt 

Iran hat sein Raketenarsenal seit Jahren konsequent ausgebaut, vor allem auch den Bestand an ballistischen Raketen mit Reichweiten über 1.000 Kilometer. Diese Aufrüstung war auch ergänzender Bestandteil des geheimen iranischen Atomprogramms. Schließlich sollten ja die atomaren Sprengköpfe potenziell auch Europa erreichen können. 

Anlagen tief im Berg

Wie sehr die US-Luftangriffe, aber auch jene Israels im Vorjahr dieses Arsenal zerstört haben, ist unklar. Auch bei den Anlagen, die Teil des Atomprogramms sind, kann darüber nur spekuliert werden. Während Trump sich für die Vernichtung dieser Anlagen feiern ließ, gab es Berichte über neue für Luftangriffe unerreichbare Anlagen tief in den Bergen. Teheran jedenfalls scheint fix mit einer Fortsetzung des Krieges zu rechnen - und es ist dafür offensichtlich gerüstet.

 

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