Politik | Ausland
03.11.2017

Iran dementiert Verbindungen zu Al-Kaida und IS

Irans Außenminister spricht von "Fake News" und einem "Rekord-Tief an Niveaulosigkeit".

Der Iran hat Kontakte zur Terrormiliz Islamischer Staat und zur Al-Kaida-Führung dementiert. Der US-Geheimdienst CIA und das Washingtoner Politik-Institut FDD (Foundation for Defense of Democracies) hatten über solche Verbindungen berichtet. Irans Außenminister Mohamed Jawad Zarif sagte am Freitag, dies seien "Fake News" auf der Basis selektierter Al-Kaida Dokumente.

Diese "Unterstellungen" seien ein "Rekord-Tief an Niveaulosigkeit" der Amerikaner, um an die Öl-Dollars von Irans politischen Gegnern zu kommen. Ohne Saudi-Arabien beim Namen zu nennen, schrieb Zarif auf Twitter, dass die USA mit solchen Unterstellungen die Rolle ihrer Alliierten bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York "nicht reinwaschen" könnten.

Vorwurf von Hinterbliebenen

Familien von 9/11-Opfern hatten Saudi-Arabien vorgeworfen, die Terrororganisation Al-Kaida jahrelang unterstützt und von deren Plänen zu einem Angriff auf die USA gewusst zu haben - und auf Schadenersatz geklagt.

Die CIA hat am Donnerstag ein umfangreiches Archiv mit Videomaterial und einem Tagebuch des 2011 getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden veröffentlicht. Ein FDD-Terrorismusexperte sagte, die Dokumente würden eindeutig beweisen, dass eine Verbindung zwischen dem Iran, dem IS und der Al-Kaida-Führung bestehe.