epa03807579 Army Private Bradley Manning (R), charged with leaking classified documents to the website WikiLeaks, enters the courtroom to here judge Col. Denise Lind's verdict in his court martial case at Fort Meade, Maryland, USA, 30 July 2013. Manning, who has spent three years in custody, could face life in prison if convicted. EPA/JIM LO SCALZO

© APA/JIM LO SCALZO

Whistleblower
07/31/2013

"I am Bradley Manning“: Protest der Prominenten

Oliver Stone, Maggie Gyllenhaal, Moby oder Russel Brand: Sie alle kritisieren den Whistleblower-Prozess in einem Video scharf.

What would you do?“, lautet die Frage, die sich 23 bekannte Gesichter in dem Video stellen: Wie wäre die Reaktion auf Gräueltaten und Kriegsverbrechen, die man mit eigenen Augen miterlebt hat? Die Antwort der Prominenten ist eindeutig: „I am Bradley Manning“.

Genauso nennt sich eine Kampagne, die den Whistleblower im Netz unterstützen soll. Am Dienstag ist der US-Soldat in 19 von 21 Anklagepunkten für schuldig befunden worden. Der Hauptanklagepunkt, jener des Hochverrats, wurde zwar fallen gelassen – dennoch sieht Manning einem Leben im Gefängnis ins Auge; das Strafmaß soll demnächst bekannt gegeben werden.

Drei Jahre hat er dort bereits verbracht: Nachdem er die Geheimdokumente an WikiLeaks übergeben hatte, wurde der heute 25-Jährige in Gewahrsam genommen. Die Haftbedingungen seien erniedrigend gewesen: Manning seien ohne Erklärung die Kleidung abgenommen worden; er sei gezwungen worden sei, nachts sieben Stunden lang nackt in seiner Zelle auszuharren, berichtete sein Verteidiger später.

Wie ein Staat so mit jemandem verfahren kann, ist für alle in dem Kampagnenvideo Auftretenden die Frage: „Ist die Wahrheit der Feind?“, wird dort gefragt. Der britische Musiker Roger Waters etwa wundert sich, ob man mit dem Eintritt in die Armee auch akzeptiert, dass man Kriegsverbrechen gegenüber blind sein müsse.

"I am Bradley Manning"

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