Griechenland: EU-Außengrenze wird per Zeppelin kontrolliert

Griechenland: EU-Außengrenze wird per Zeppelin kontrolliert
Die EU-Grenzschutzagentur Frontex setzt ein Luftschiff ein, um die EU-Außengrenze in Griechenland aus der Luft zu überwachen

Die Europäische Grenzschutzagentur Frontex setzt seit Freitag ein Luftschiff zur Kontrolle der Landesgrenze zwischen dem EU-Land Griechenland und der Türkei ein. In der Region im Nordosten Griechenlands sollen damit Schlepper bekämpft werden, die regelmäßig illegale Migranten nach Griechenland und damit in die EU bringen. Zu diesem Zweck ist das Luftschiff mit Thermalkameras und anderen Beobachtungsgeräten ausgestattet.

Gemeinsam mit den Griechen

Der Einsatz des Luftschiffs am Grenzfluss Evros findet in Kooperation mit den griechischen Sicherheitsbehörden statt. Die Informationen, die das Gefährt übermittelt, werden in Echtzeit an Frontex und die griechischen Behörden weitergeleitet.

Konfliktregion

Am Fluss Evros hatte sich im Februar vergangenen Jahres eine Krise zwischen der EU und der Türkei entzündet. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte damals die Grenze seines Landes zur EU hin für offen erklärt. Tausende Migranten machten sich daraufhin aus der Türkei auf den Weg nach Griechenland. Griechische Grenzschützer ließen die Menschen jedoch nicht passieren, auch unter Einsatz von Tränengas und einer Verstärkung des Grenzzauns. Griechenland wird von Menschenrechtsorganisationen auch vorgeworfen, sogenannte push backs, also Abschiebungen von Migranten direkt an der EU-Außengrenze durchzuführen. Ein Verstoß gegen das internationale Asylrecht.

 

Griechenland: EU-Außengrenze wird per Zeppelin kontrolliert

Frontex im Einsatz an der EU-Außengrenze

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