Russlands Energie-Minister Alexander Novak mit seinem Ukrainischen Amtskollegen Yuri Prodan.

© REUTERS/FRANCOIS LENOIR

Gasstreit
10/30/2014

Ukraine und Russland unterzeichnen Einigung

Die beiden Länder haben ihren monatelangen Streit um Gasschulden beigelegt. EU-Kommissionspräsident Barroso zeigt sich erleichtert.

In dem seit Monaten andauernden Gasstreit haben Russland und die Ukraine unter Vermittlung der EU eine Einigung erzielt. Ein Abkommen über die Wiederaufnahme der russischen Gaslieferungen im Winter wurde am Donnerstagabend in Brüssel unterzeichnet.

"Ich bin froh, dass politische Verantwortung, die Logik der Kooperation und schlichte wirtschaftliche Vernunft sich durchgesetzt haben", sagte der scheidende EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso. Durch die Einigung ist die Gasversorgung der Ukraine bis März 2015 sichergestellt. Die Chefs der Gaskonzerne Gazprom aus Russland und Naftogaz aus der Ukraine unterzeichneten einen entsprechenden Vertragszusatz.

Russland hatte seit dem Sturz des Kreml-nahen Präsidenten Viktor Janukowitsch in der Ukraine im Februar nicht nur mehr Geld für den Rohstoff sondern auch eine Begleichung der ukrainischen Altschulden in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar (2,43 Mrd. Euro) verlangt. Gaszprom lieferte seit Juni kein Gas mehr in die Ukraine. Der russische Lieferstopp sorgte auch in Europa für Befürchtungen, der Konflikt könnte im Winter die Versorgung Westeuropas über die Ukraine beeinträchtigen.

Zusätzlich zum Gasstreit herrscht ein Konflikt zwischen der westorientierten Regierung Kiew und Moskau um die Annexion der Krim durch Russland und die mutmaßliche Unterstützung Moskaus für die pro-russischen Separatisten, die Gebiete in der Ostukraine kontrollieren. Die EU hat aus diesem Grund Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt, Moskau hat das erwidert.

Die EU bezieht rund ein Drittel ihres Gases aus Russland. Die Hälfte davon fließt durch die Ukraine.

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