Flughafen Damaskus bleibt schwer umkämpft

Auch in anderen Landesteilen halten die schweren Gefechte zwischen Regierungstruppen und Rebellen an.

Heftige Kämpfe sind in Syrien erneut im Umland des Flughafens der Hauptstadt Damaskus ausgebrochen. Nach Angaben von Aktivisten nahmen Regierungstruppen am frühen Samstagmorgen mehrere Gebiete in der Nähe unter Beschuss, um den strategisch wichtigen Flughafen abzusichern.

Am Donnerstag waren auch vier österreichische Soldaten der UNO-Friedenstruppe auf dem Golan auf dem Weg zum Flughafen in Damaskus verletzt worden. Ein 25-Jähriger Steirer wurde bei dem Angriff unbekannter Täter auf den rund 100 Soldaten umfassenden österreichischen Konvoi am Arm, ein 53-Jähriger Burgenländer an der Schulter angeschossen. Zwei weitere Soldaten wurden durch Splitter verletzt. Mehr dazu hier.

Wegen der Kämpfe hatten in den vergangenen zwei Tagen bereits mehrere Fluggesellschaften ihre Flüge nach Damaskus eingestellt. Rebellen gaben an, eine Regierungsmaschine bei Damaskus abgeschossen zu haben. Wegen der Medienblockade des Regimes sind Meldungen aus Syrien von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

Rebellen belagern Vororte

Die Armee habe auch Plantagen angegriffen, die sich vom Viertel Kafar Susse über Daraja südlich von Damaskus erstreckten, teilte die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. In der Gegend befinden sich den Angaben zufolge zahlreiche Stellungen der Aufständischen, die versuchen, die Hauptstadt unter ihre Kontrolle zu bringen.

Auch in der nördlichen umkämpften Metropole Aleppo sowie in der zentralen Provinz Homs dauerten die Gefechte am Samstag an. Am Freitag waren der im Exil tätigen Beobachtungsstelle zufolge mindestens 122 Menschen getötet worden, darunter 73 Zivilisten. Seit Beginn des Bürgerkrieges summiert sich die Zahl der Toten nach Angaben der UNO auf 40.000. Hunderttausende sind geflohen.

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