A U.N. peacekeeper from the UNDOF force stands guard on a watch tower at the Quneitra Crossing between Syria and the Israeli-controlled Golan Heights, Friday, March 8, 2013. Syrian rebels who seized 21 Filipino U.N. peacekeepers in the Golan Heights want the Red Cross to escort them out of the area because of fighting with Syrian government forces, the Philippine military said Friday. The 21 peacekeepers were seized Wednesday near the Syrian village of Jamlah, just a mile from the Israeli-controlled Golan Heights in an area where the U.N. force had patrolled a cease-fire line between Israel and Syria without incident for nearly four decades. (AP Photo/Ariel Schalit)

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Blauhelme
06/12/2013

Fidschi soll Österreich am Golan ersetzen

Die Verhandlungen mit dem Pazifik-Staat sind im Gange. Auch mit den Philippinen gibt es Gespräche.

Soldaten aus den Fidschi-Inseln sollen die österreichischen Blauhelme am Golan ersetzen. Derzeit verhandle die UNO in New York mit dem Pazifik-Staat darüber, dass dieser ein Bataillon von 300 bis 400 Mann entsendet, um die rund 380 Bundesheer-Soldaten abzulösen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle am Mittwoch der APA. Dass der Weltsicherheitsrat die Inseln um die Entsendung von mehr Truppen gebeten hat, wurde von einem UN-Diplomaten bestätigt. Fidschi erwäge die Anfrage derzeit noch.

Die Fidschi-Inseln hatten ihre Teilnahme an der UNDOF-Mission bereits zuvor zugesichert, nachdem Kroatien im Februar seinen Rückzug angekündigt hatte. Zunächst hieß es, der Inselstaat entsende 170 Soldaten. Das Kontingent dürfte nun aufgestockt werden. Nach Angaben von UN-Peacekeeping-Chef Herve Ladsous gegenüber der Presse sollen die ersten Truppen aus Fidschi innerhalb der nächsten zwei Wochen am Golan eintreffen. Die Blauhelme überwachen dort den zuletzt brüchigen Waffenstillstand zwischen Israel und dem Bürgerkriegsland Syrien.

Reuters will erfahren haben, dass auch die Philippinen überlegen, mehr Truppen zu entsenden. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon habe dafür in Manila geworben. Nach Angaben eines weiteren UN-Beamten in New York gibt es inzwischen genug Angebote, um die abziehenden österreichischen Truppen zu ersetzen.

Ban will stärkere Mission

Der UN-Generalsekretär überlegt nun eine Verstärkung der Beobachtermission. Der Weltsicherheitsrat solle über 1250 Mann erwägen, hieß es am Mittwoch in New York. Derzeit umfasst das Kontingent 911 Beobachter, Österreich stellte den höchsten Anteil. Die Verstärkung sei "eine vordringliche Sache".

Ban schlug weiter vor, den Einheiten "mehr Möglichkeiten zur Selbstverteidigung" zu geben. Da die Beobachter unbewaffnet sind, kann es ohne eine Änderung der Resolution nur um passiven Schutz gehen, etwa mehr gepanzerte Fahrzeuge.

Außenminister Michael Spindelegger und Vertreter westlicher Staaten hatten zuletzt ein robusteres Mandat für die Mission am Golan gefordert. Die Blauhelme haben bisher etwa nicht die Möglichkeit, bei militärischen Konfrontationen in ihrem Mandatsgebiet Zivilisten zu stützen.

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