Politik | Ausland
22.03.2018

Ermittlungen gegen Sarkozy: Ex-Präsident sieht "Verleumdung"

Frankreichs Ex-Präsident bestreitet die Vorwürfe der Justiz. Diese hätten ihm "das Leben zur Hölle gemacht".

Im Korruptionsskandal um Frankreichs Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy hat dieser der Justiz Verleumdung und einen Mangel an Beweisen vorgeworfen. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet worden ist. Seit 2011 werde ihm durch "diese Verleumdung das Leben zur Hölle gemacht", heißt es in einer Erklärung Sarkozys, welche die Zeitung Le Figaro am Donnerstag auf ihrer Nachrichtenseite veröffentlichte.

Es gebe keine "greifbaren Beweise", welche die Vorwürfe stützten. Diese sind jedenfalls schwer: Es geht um illegale  Wahlkampfspenden aus Libyen im Jahr 2007. Damals regierte Diktator Muammar al-Gaddafi in Libyen.

Ermittelt wird gegen den konservativen Ex-Politiker wegen Korruption, illegaler Wahlkampffinanzierung und Unterschlagung öffentlicher libyscher Gelder. Der 63-Jährige Sarkozy war am Mittwochabend aus mehr als 20-stündigem Polizeigewahrsam in Nanterre westlich von Paris entlassen worden. Die Nacht auf Mittwoch hatte er unter polizeilichen Auflagen zu Hause verbringen dürfen.