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Spektakel zu Trumps 80. Geburtstag von Neuigkeiten aus dem Iran getrübt

Zu seinem 80. Geburtstag lässt der US-Präsident vor dem Weißen Haus ein umstrittenes Kampfsport-Event austragen. Der Iran schenkte ihm das erhoffte Friedensabkommen jedoch nicht rechtzeitig.
UFC Freedom 250 - Ceremonies

Den Vorabend hatte Donald Trump wie so oft auf dem Golfplatz verbracht. Später schaute er auf einem von Mitgliedern seiner MAGA-Bewegung organisierten Gala-Dinner vorbei, dann ging es für den US-Präsidenten früh ins Bett. Der Sonntag sollte schließlich sein großer Tag werden – sein 80. Geburtstag. Und Trump wäre nicht Trump, hätte er nicht alle Vorbereitungen getroffen, damit die Hauptstadt mit ihm feiert.

Schon am Sonntagmorgen versammelten sich die Massen in Washington, in Erwartung des bevorstehenden Spektakels. Entlang der gewaltigen Parkpromenade, der National Mall, standen Bildschirme bereit, gepanzerte Fahrzeuge von Polizei und Militär sowie Schanzen für bevorstehende Motorrad-Stunts. 

Das Herzstück der Geburtstagsfeierlichkeiten erhob sich jedoch unmittelbar vor dem Weißen Haus: Eine rot-weiß-blaue, 46-Meter hohe Freiluft-Arena, gestützt von vier gebogenen Säulen, genannt „The Claw“ – „die Klaue“. Hier soll am Abend, ab 20.00 Uhr Ortszeit (02.00 MESZ), der weltgrößte Mixed-Martial-Arts-Kampfsportverband UFC in einer schillernden Veranstaltung gleich sieben Käfigkämpfe austragen.

Tabubruch im Regierungssitz

Das Ganze war ein gewollter Tabubruch. Noch nie war das Weiße Haus zuvor Standort eines Sportereignisses gewesen. Doch an diesem Abend verschwammen die Grenzen zwischen Politik und Sport. 

Trump verbindet mit UFC-Präsident Dana White eine langjährige Freundschaft, er unterstützte den Verband über viele Jahre finanziell und tauchte selbst als Präsident noch regelmäßig bei Kämpfen in der Halle auf. Zum Dank konzipierte White diesmal eine Trump-Show.

So war geplant, dass alle Kämpfer vom Oval Office aus auf den Garten hinaustreten und in den Ring einlaufen sollten. Diese politische Inszenierung fanden offenbar nicht alle Athleten gut: „Ich habe keine andere Option, als das auszublenden. Bei allem, was mit Politik zusammenhängt, besteht immer die Gefahr, ausgenutzt zu werden“, sagte etwa der französische Schwergewichtskämpfer Cyril Gane

Er trat in einem der Titelkämpfe gegen den Brasilianer Alex Pereira an, der als Nachfahre indigener Amazonas-Stämme ebenfalls nicht als Trump-Fan gilt. Angesichts der fürstlichen Kampfprämien spielten beide trotzdem mit. Der Pomp von Fliegerstaffeln und Feuerwerk übertönte ohnehin kritische Zwischentöne.

MMA: UFC Freedom 250 - Weigh-Ins

Die Kämpfer Alex "Poatan" Pereira (links) und Cyril Gane gelten nicht als Trump-Fans.

Kein Iran-Deal zum Geburtstag

Trotzdem lief für den Jubilar nicht alles nach Plan. Denn das eigentliche Geburtstagsgeschenk, das der US-Präsident sich erhofft hatte, blieb aus. Noch am Samstag hatte Trump darauf bestanden, das Rahmenabkommen mit dem Iran über ein Ende der Kämpfe und die Öffnung der Straße von Hormus werde an seinem Geburtstag unterzeichnet. Die Führung des Iran hatte das jedoch bereits vehement ausgeschlossen, auch wenn man einer Einigung so „nah wie nie zuvor“ sei.

Am Sonntag dann der Bruch: Israel bombardierte erneut Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut. Diese gelten als Hochburg der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf zürnte deshalb in Richtung der USA: „Wenn Ihr weder den Willen noch die Fähigkeit habt, Euren Verpflichtungen nachzukommen, kann man den diplomatischen Weg nicht fortsetzen.“

Noch am Nachmittag bewegten sich dunkle Wolken auf den Großraum Washington zu, der National Weather Service hielt einen Sturm für „wahrscheinlich“. So drohte Trumps Plan, sich an seinem Jubiläum als Friedensstifter zu inszenieren, in jeder Hinsicht ins Wasser zu fallen.

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