US-Regierung vor Umbruch? Trump soll Kabinettsumbildung planen

Laut Insidern will US-Präsident Trump aufgrund schlechter Umfragewerten sein Kabinett umbauen. Als Wackelkandidaten unter anderem Handelsminister Howard Lutnick.
Donald Trump in einem seitlichen Porträt vor blauem Himmel.

Angesichts sinkender Zustimmungswerte erwägt US-Präsident Donald Trump nach Angaben von Insidern eine Kabinettsumbildung. Hintergrund für Trumps Hoffnung auf einen Befreiungsschlag durch eine solche Maßnahme sei seine wachsende Enttäuschung über die Folgen des Iran-Krieges. Das sagten fünf mit den internen Diskussionen vertraute Personen. Die seit fünf Wochen andauernden Kämpfe hätten dem Ansehen des Präsidenten geschadet.

Trump-Regierung: Niedrigste Umfragewerte seit Jänner 2025

In seiner Republikanischen Partei facht dies Sorgen vor den Kongress-Zwischenwahlen im November an. Ein Umbau der Regierungsmannschaft könnte Trump einen Neustart in einer schwierigen Phase ermöglichen, hieß es in Trumps Umfeld. Zudem habe der Präsident mit der Entlassung von Justizministerin Pam Bondi in dieser Woche und dem Rauswurf von Heimatschutzministerin Kristi Noem vor einigen Wochen bereits angefangen, sein Kabinett umzustellen.

Der Druck auf Trump war nach seiner Rede an die Nation am vergangenen Mittwoch gestiegen. Die Rede sollte Stärke und Kontrolle im Iran-Krieg vermitteln, verfehlte einem Insider zufolge jedoch ihre Wirkung. Der Präsident zeigte keinen Ausweg aus dem am 28. Februar begonnenen Krieg auf. In einer aktuellen Umfrage von Reuters/Ipsos heißen 36 Prozent der US-Bürger Trumps Amtsführung gut. Dies ist der niedrigste Wert seit seinem Amtsantritt im Jänner 2025. Außerdem lehnen 60 Prozent der Befragten den von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran ab.

Als Wackelkandidaten gelten Gabbard und Lutnick

Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard und Handelsminister Howard Lutnick gelten mehreren Insidern zufolge als mögliche Wackelkandidaten. Gabbard hatte sich im Vorfeld des Krieges kritisch über militärische Interventionen geäußert.

Lutnick steht wegen seiner früheren Verbindung zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in der Kritik. Ein Sprecher des Weißen Hauses teilte dagegen mit, Trump habe volles Vertrauen in Gabbard und Lutnick. Das Kabinett habe historische Erfolge für das amerikanische Volk erzielt.

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