Politik | Ausland
26.06.2018

David Lynch: "Trump könnte einer der besten Präsidenten werden"

Der Regisseur war eigentlich Bernie-Sanders-Unterstützer, Trump scherzte: "Seine Karriere ist jetzt vorbei."

"Room to dream" heißt das neue Buch des Regisseurs David Lynch, dessen Werke wie "Twin Peaks", "Mulholland Drive" oder "Lost Highway" auch immer irgendwo zwischen Traum und Albtraum oszillieren. Ein ganz schlechter Traum, aus dem sie schnellstens wieder aufwachen wollen, ist für viele namhafte Hollywood-Künstler auch die Präsidentschaft des Donald Trump - zuletzt machte Robert DeNiro mit einer Rede Schlagzeilen, auf den Trump sogar mittels Tweet reagierte.

Aber Lynch, bekannt auch für seine Unterstützung der oft als sektenhaft bezeichneten "Transzendentalen Meditation", ist sich da nicht so sicher: „Er könnte einer der größten Präsidenten werden, weil er so disruptiv ist. Niemand kann ihm in einer intelligenten Art und Weise kontern“, sagte er in einem Interview mit dem Guardian. Nicht dass Trump einen guten Job machen würde. Aber er mache Platz für Außenseiter. „Unsere sogenannten Leader bringen das Land nicht weiter. Sie sind wie Kinder. Das hat Trump aufgezeigt.“

Im Vorfeld der US-Wahlen habe er Bernie Sanders gewählt, aber grundsätzlich sei er eher unpolitisch. „Ich möchte einfach die Freiheit haben zu tun was ich will.“

US-Präsident Donald Trump hat umgehend auf das Lob reagiert, das gar nicht so sehr eines ist: „Das war es jetzt natürlich mit seiner Karriere.“ Nach seiner eigenen Meinung, gab er bei einer Rede in South Carolina bekannt, wird er nicht nur einer der besten Präsidenten, weil er die politische Landschaft ins Beben gebracht hat: „Sondern wegen der Dinge, die ich getan habe.“