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Politik Ausland
10/22/2020

Corona-Krise: Slowenien weitet den Lockdown nochmals aus

Ab Samstag bleiben alle nicht-esenziellen Geschäfte zu, kündigte Premier Jansa an. Die nächtliche Ausgangssperre gilt weiterhin.

Österreichs südliches Nachbarland dreht nochmals an den Restriktionsschrauben: Wegen weiterhin steigernder Infektionszahlen wird es in Slowenien, das sich bereits im Teil-Lockdown befindet, zusätzliche Einschränkungen geben. Ab Samstag bleiben nicht wesentliche Geschäfte, Hotels, Kindergärten und Studentenheime mit einigen Ausnahmen geschlossen, kündigte der slowenische Premier Janez Jansa am Donnerstagabend an. Die zusätzlichen Einschränkungen sollen zunächst eine Woche gelten.

Entscheidende Woche

Die kommende Woche, wenn auch Herbstferien für Schulkinder anstehen, wird laut Jansa entscheidend im Kampf gegen das Coronavirus sein. „Diese Woche wird äußerst wichtig sein, um die Ausbreitung der Epidemie einzudämmen“, sagte der slowenische Premier bei einer Pressekonferenz. Nach einer Woche wird die Regierung entscheiden, ob die Einschränkungen verlängert oder wieder abgemildert werden.

Öffis auf ein Drittel reduziert

Die Maßnahmen werden laut Jansa ähnlich wie bei dem Lockdown im Frühjahr sein. Zusätzlich zu Geschäften werden auch Frisör- und Kosmetiksalons schließen, offen bleiben hingegen Lebensmittelgeschäfte, Tierbedarf-Shops sowie Baumärkte. Der öffentliche Verkehr wird auf ein Drittel der üblichen Kapazitäten zurückgeschraubt. Die Regierung appellierte dazu an Unternehmen, überall dort, wo das möglich ist, die Mitarbeiter ins Home-Office zu schicken.

In Slowenien gilt wegen rasant zunehmender Infektionszahlen schon jetzt ein Bewegungsverbot zwischen Regionen und eine nächtliche Ausgangsperre zwischen 21.00 und 6.00 Uhr. Treffen sind auf maximal sechs Personen beschränkt, Maskenpflicht gilt auch im Freien. Ein Großteil der Schüler hat bereits Fernunterricht. Die Gastronomie, sowie Kultur - und Sporteinrichtungen sind ebenfalls schon geschlossen.

Weitere Verschärfungen möglich

Die Einschränkungen könnten noch weiter verschärft werden. Die Regierung hat sich laut Jansa offengelassen, eine Gemeindequarantäne nach dem Vorbild aus dem Frühjahr einzuführen. Eine Entscheidung darüber könne in den kommenden Tagen folgen, betonte der Premier. Im Frühjahr war der Bewegungsradius der Bevölkerung auf die Heimgemeinde begeschränkt.

Derzeit dürfen die Einwohner des Landes die eigene Region nicht verlassen. Davon betroffen ist nunmehr das gesamte Land, nachdem auch die letzte von zwölf Regionen, die Küstenregion, als Rot eingestuft wurde. In Slowenien war am Mittwoch mit insgesamt 1.663 Neuinfektionen erneut ein Rekordwert verzeichnet worden.

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