Politik | Ausland
28.01.2013

Hillary: Comeback im Jahr 2016?

In einem gemeinsamen Interview lobten sich die ehemaligen Rivalen gegenseitig. Der Auftritt war ein Werbespot für Clintons mögliche Präsidentschaftskandidatur 2016.

Einst verband sie eine verbitterte Feindschaft, nun streuen sich US-Präsident Barack Obama und die scheidende Außenministerin Hillary Clinton gegenseitig Rosen: Clinton werde als eine der besten Außenministerin des Landes in die Geschichte eingehen, sagte Obama in einem gemeinsamen Interview in der CBS-Sendung "60 Minutes". "Es war eine tolle Zusammenarbeit die letzten vier Jahre. Ich werde sie vermissen." Der Präsident betonte, er würde sich wünschen, dass sie weiter macht. "Ich will, dass das Land würdigt, welch außergewöhnliche Rolle sie während meiner Regierungszeit gespielt hat und wie viele Erfolge wir international wegen ihrer harten Arbeit hatten."

Hillary im Wandel der Zeit

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Clinton Libya

U.S. Secretary of State Clinton delivers a speech

Hillary Clinton

Hillary Clinton (2)

HILLARY CLINTON

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HILLARY CLINTON AT LISTENING SESSION IN ROME NEW Y

Secretary of State Hillary Clinton and former Pres

Barack Obama, Hillary Clinton

Comeback 2016?

Clinton selbst hält sich die Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für das Jahr 2016 noch offen. "Ich kann keine Voraussage machen, was morgen oder nächstes Jahr passiert", sagte Clinton. Zugleich betonte die 65-Jährige, die in wenigen Tagen ihr Amt aufgibt, es liege ihr weiter sehr am Herzen, "was in Zukunft mit unserem Land geschieht". Vergangenen Juli, als sie ihren Rückzug bereits angekündigt hatte, klang das noch anders: "Ich freue mich darauf, bis zum Ende meiner Zeit als Außenministerin so hart zu arbeiten wie ich kann", wurde sie in der Washington Post zitiert. "Und dann werde ich mich darauf freuen, etwas Zeit zu haben, um mich zu sammeln und gewöhnliche Dinge zu tun."

Clinton will sich eigenen Angaben zufolge nach vier intensiven Jahren im Amt aus der Politik zurückziehen. Es wird aber seit langem spekuliert, dass sie sich um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei für die Wahl 2016 bewerben könnte. Nach Obamas Lobrede bei "60 Minutes" werden diese Spekulationen nun noch weiter angeheizt. In einer Umfrage kam sie vergangene Woche auf eine Zustimmung von 65 Prozent. Die Ehefrau des früheren Präsidenten Bill Clinton hatte 2008 das Rennen um die Kandidatur der Demokraten für das Weiße Haus gegen Obama verloren. Nach zwei Amtszeiten darf er nicht mehr antreten.