Politik | Ausland
15.12.2017

Boris Johnson wirbt für Lebensmittel aus Fukushima

Produkte aus der Region seien unbedenklich.

Knapp sieben Jahre nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima wirbt die Regierung des Landes für die Unbedenklichkeit von Produkten aus der Region. Nun hat sie den britischen Außenminister Boris Johnson als Werbefigur entdeckt. Während einer britisch-japanischen Sicherheitskonferenz in London in dieser Woche trank Johnson eine Dose mit Pfirsichsaft aus Fukushima aus.

Ein Videoclip davon ist auf dem Twitter-Account des japanischen Außenministers Taro Kono zu sehen. "Sehr gut, Fukushima-Pfirsiche, mjam" sagt Johnson in dem Video, während er die Dose leert. Er zeige damit, dass es sicher sei, Produkte aus Fukushima zu konsumieren, heißt es in dem Begleittext. Johnson, der für seine diplomatischen Fehltritte bekannt ist, dürfte damit in Tokio punkten.

Als er vor zwei Jahren, damals noch als Londons Bürgermeister, in Japan zu Besuch war, hatte er einen weniger rühmlichen Auftritt: Bei einem Rugby-Spiel mit Kindern rempelte er einen zehnjährigen Buben um.