Politik | Ausland
24.07.2017

Mindestens 35 Tote bei Terroranschlag in Kabul

Afghanisches Innenministerium geht von 35 Toten durch Autobombe aus. Es ist bereits der zehnte schwere Anschlag in der Stadt seit Jahresbeginn.

Bei einem Autobombenanschlag in Kabul sind nach jüngsten Angaben mindestens 35 Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden. Die Bombe traf einen Bus, der Mitarbeiter des Bergbauministeriums transportierte, wie ein Sprecher des Innenministeriums am Montag sagte.

Nach ersten Erkenntnissen detonierte die Bombe im westlichen Stadtviertel Gulai-e Dawachana, nahe dem Haus des stellvertretenden Regierungsgeschäftsführers, Hadschi Mohammed Mohakek. Einem Reporter der BBC sagte ein Sprecher von Mohakek, der Politiker sei unversehrt. In der Nähe soll sich auch eine der vielen privaten Universitäten der Stadt befinden. Ob Studenten betroffen waren, blieb zunächst unklar.

Erste Fotos zeigten eine in Rauchwolken gehüllte Straße, verkohlte Bäume, mehrere kleine Feuer und schwer beschädigte Häuser und Läden. Es ist bereits der zehnte schwere Anschlag in der Stadt seit Jahresbeginn. Kabul verzeichnet landesweit die meisten zivilen Opfer von Anschlägen.

Anschlag in Provinz Ghor

Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban auf ein Krankenhaus in Afghanistan sind nach Angaben der Präsidentschaft des Landes mindestens 35 Menschen getötet worden. Die Taliban seien am Sonntag in die Klinik in der zentralafghanischen Provinz Ghor eingedrungen und hätten 35 Zivilisten getötet, sagte ein Sprecher des afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani am Montag. Keine Angaben machte er dazu, ob es sich bei den Getöteten um Patienten oder Mitarbeiter der Klinik handelte.