AfD-Politikerin soll Asylwerberin illegal beschäftigt haben

Board member Alice Weidel watches from the podium …
Foto: AP/Martin Meissner Alice Weidel

Eine Syrerin habe schwarz im Haushalt der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel gearbeitet, berichtet "Die Zeit".

Alice Weidel, Spitzenkandidatin der AfD bei der kommenden Bundestagswahl, soll an ihrem Schweizer Wohnsitz in Biel eine Asylbewerberin aus Syrien schwarz für sich arbeiten gelassen haben. Das berichtet Zeit Online nach Recherchen der Wochenzeitung Die ZEIT. Zunächst soll Studentin der Islamwissenschaften als Haushaltshilfe für Weidel gearbeitet haben, danach habe diese den Job an die Frau aus Syrien weitergegeben.

Die AfD-Politikerin soll die Frau bar bezahlt haben – "25 Franken pro Stunde, was für Schweizer Verhältnisse üblich ist. Es gab demnach weder einen schriftlichen Anstellungsvertrag noch wurden die Frauen um Rechnungsstellung gebeten", berichtet das Medium.

AfD: Keine Asylwerberin angestellt

Die AfD erklärte noch am Mittwochabend: "Die Verdachtsäußerung, Alice Weidel habe eine Asylbewerberin schwarz für sich arbeiten lassen ist falsch." Weidel habe zu keinem Zeitpunkt eine Asylwerberin angestellt, für sich arbeiten lassen oder an diese eine Vergütung bezahlt. Eine Barzahlung an Haushaltshilfen sei zudem nach Schweizer Recht völlig legal. Weidel selbst wollte sich auf Reuters-Anfrage nicht zu dem Bericht äußern.

Erst vor wenigen Tage hatte ein angebliches E-Mail Weidels für Wirbel gesorgt: Nach einem Bericht der Welt am Sonntag soll ein E-Mail von Weidel an einen Vertrauten rassistische Bemerkungen und Demokratie verachtende Thesen enthalten. Weidel selbst hat bestritten, die Verfasserin des Textes zu sein.


Update um 8.50 Uhr: Statement der AfD

(KURIER / jk) Erstellt am
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