Politik | Ausland
14.02.2018

AfD-Aschermittwoch: Vilimsky gibt sich zahm

Der FPÖ-Generalsekretär war Gastredner beim Aschermittwoch-Treffen der deutschen Rechtspopulisten in Osterhofen.

Die FPÖ trifft sich am Aschermittwoch alljährlich in Ried im Innkreis, die rechtspopulistische "Alternative für Deutschland" (Afd) hatte sich zu ihrem Aschermittwochs-Treffen im niederbayerischen Osterhofen eingefunden - und dazu einen österreichischen Gastredner eingeladen. FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky schwärmte bei seiner Rede vom "Europa der Vaterländer" und schimpfte auf die Brüsseler Zentralisierung. Vilimsky zeigte sich überzeugt, dass es für europakritische und rechtspopulistische Parteien gut aussieht: "Die Zukunft gehört uns, wenn wir uns selbst treu bleiben."

Ansonsten fuhr Vilimsky laut sueddeutsche.de keine allzu harte Attacken und lobte stattdessen das niederbayerische Bier und die Weißwürste – die seien viel besser als alles, was man in Brüssel erhalte.

Die heutigen Sozen haben weniger Rückgrat als ein rotes Gummibärchen!

Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen hat der SPD Unglaubwürdigkeit und fehlendes Rückgrat vorgeworfen. Erst hätten die Sozialdemokraten gegen die Union gepöbelt, später hätten sie bei der eigenen Parteibasis für eine Koalition mit CDU/CSU gebettelt, sagte Meuthen in Osterhofen. „Die heutigen Sozen, das war in früheren Zeiten einmal anders, haben weniger Rückgrat als ein rotes Gummibärchen!“

Vor mehreren Hundert Anhängern bescheinigte Meuthen den Unionsparteien, keine konservativen Positionen mehr zu vertreten: „Die wissen doch nicht einmal mehr, was Vaterlandsliebe ist.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre CDU-Mitstreiter hätten nur noch ein Ziel: „Machterhalt um buchstäblich jeden Preis.“ Und weiter: "Heute mutet das C im Namen von CDU wie CSU doch nicht mehr als Symbol einer christlichen Grundhaltung an, sondern es liegt eher die Vermutung nahe, dass dieses C inzwischen längst für die Halbmondsichel des Islam steht."

Söder: Christliche Prägung soll in bayerische Verfassung

Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will im Landtagswahljahr mit einem konservativen Kurs und einem Bekenntnis zu Kreuz und Christentum punkten. Beim politischen Aschermittwoch der CSU in Passau plädierte Söder dafür, die christliche Prägung Bayerns in der Landesverfassung zu verankern und in allen staatlichen Gebäuden Kreuze aufzuhängen:

"Ich möchte, dass wir uns mehr bekennen zu den Symbolen, die uns ausmachen." Er habe die Verfassung genau studiert, sagte Söder und betonte: "Ein klares Bekenntnis zu der christlich-abendländischen Prägung gibt es derzeit nicht. Ich finde, wir sollten unsere Verfassung ergänzen, dass diese Prägung auch in der Zukunft erhalten werden soll."

FDP-Treffen: Lindner teilt gegen Merkel aus

FDP-Chef Christian Lindner hat beim politischen Aschermittwoch der Liberalen den Führungsstil von Bundeskanzlerin Angela Merkel ( CDU) kritisiert. "Sprechen wir es offen es: Nach zwölf Jahren ist auch die Methode Merkel an ein Ende gekommen", sagte Lindner in Dingolfing.

Dass Deutschland noch keine neue Regierung habe, liege nicht nur an Unstimmigkeiten zwischen den Parteien, sondern auch an Merkels Führungsstil. Die FDP teile allerdings nicht den Hass, der gegen die Kanzlerin von den politischen Rändern geschürt werde, betonte Lindner.