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Politik Ausland
11/10/2021

"Ab ins Bett!": Tochter unterbricht Live-Stream von Premierministerin

Eigentlich wollte Jacinda Ardern über Neuseelands Coronamaßnahmen sprechen - doch die dreijährige Neve hatte anderes im Sinn.

von Irene Thierjung

Als Premierministerin kommt man kaum zum Verschnaufen, ruhige Minuten sind eine Seltenheit - vor allem, wenn man wie Jacinda Ardern auch Mutter eines Kleinkindes ist. Eigentlich dachte die 41-Jährige am Montagabend, sie hätte nun den Kopf frei für einen Facebook-Livestream aus ihrem Zuhause, bei dem es um die aktuellen Coronamaßnahmen in ihrer Heimat Neuseeland gehen sollte. Immerhin war Tochter Neve bereits ins Bett gebracht worden. 

"Bettzeit-Panne"

Doch nach wenigen Minuten machte die Dreijährige ihrer Mutter einen Strich durch die Rechnung, wie ein viral gegangenes Video zeigt. "Du solltest im Bett sein, mein Schatz", hört man Jacinda Ardern sagen, während sie sich von der Kamera weg in Richtung ihrer Tochter dreht. 

"Es ist Bettzeit. Hüpf zurück ins Bett und ich komme gleich nach dir schauen", ergänzt sie und berichtet, dass glücklicherweise auch ihre eigene Mutter anwesend sei und sich kümmern könne.

"Das war mal ein Bettzeit-Fail", sagt Ardern lachend, eine Bettzeit-Panne, und fragt: "Hat sonst noch jemand Kinder, die nach dem Bettgehen drei-, viermal flüchten?" Dann spricht sie weiter über die Corona-Regeln.

"Sorry, Leute"

Doch Neve scheint sich nicht mit der Oma begnügen zu wollen. Nach kurzer Zeit tritt sie wieder im Off auf. Ardern entschuldigt sich bei ihr, dass das Gespräch doch länger gedauert habe, und sagt dann zu ihren Zuhörern: "Sorry, Leute, aber ich werde Neve jetzt zurück ins Bett bringen." Sie habe über Corona ohnehin mitgeteilt, was mitzuteilen gewesen sei.

Neve war im Juni 2018 auf die Welt gekommen, die Premierministerin kehrte nach sechs Wochen wieder ins Amt zurück. Für Aufsehen sorgte sie wenig später, als sie Neve zur UNO-Vollversammlung in New York mitbrachte. Während sie eine Rede vor dem Plenum hielt, saß ihr Lebensgefährte Clarke Gayford mit der gemeinsamen Tochter im Publikum.

Und wie geht es mit Corona weiter in Neuseeland? Der Inselstaat ist bis jetzt dank rigoroser Abschottung und strenger Maßnahmen selbst bei kleineren Ausbrüchen gut durch die Krise gekommen. Zuletzt hatte Neuseeland nach einem Ausbruch der Delta-Variante neuerlich auf strengere Maßnahmen gesetzt, die nun nach und nach wieder gelockert werden. 

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