Politik | Ausland
24.06.2018

522 Einwanderer-Kinder in USA wieder bei ihren Eltern

Bei manchen Kindern können die Verwandtschaftsverhältnisse nicht geklärt werden.

Die US-Regierung hat 522 Einwanderer-Kinder wieder zu ihren Eltern gebracht, die im Rahmen der "Nulltoleranz-Politik" von ihrer Familie getrennt worden waren. 16 weitere Kinder sollten in den kommenden 24 Stunden wieder zu ihren Eltern kommen, teilte das US-Heimatschutzministerium am Samstag mit.

Die Grenzbehörden gingen davon aus, dass eine kleine Zahl von Kindern von ihrer Familie getrennt bleibe, weil etwa die Verwandtschaftsverhältnisse nicht geklärt werden könnten.

Die US-Behörden haben seit Anfang Mai über 2.340 Kinder von ihren Eltern an der mexikanischen Grenze getrennt. Die Kinder werden in Auffanglagern untergebracht, während ihre Eltern festgenommen werden. Trump hatte nach scharfer Kritik an dieser Praxis ein Dekret unterzeichnet, wonach Migrantenfamilien zusammenbleiben sollten und erklärt, dass die bereits von ihren Eltern getrennten Kinder wieder zu ihren Familien zurückkehren sollten.

Stattdessen sollen die Familien, die bei einer illegalen Einreise in die USA aufgegriffen werden, nun gemeinsam interniert werden, während das Procedere für die Einwanderung oder die Strafverfolgung läuft. Dieses kann Monate bis Jahre dauern.