Politik 12.12.2011

67-Jährige tot: Frau unter Mordverdacht

Eine Grazer Seniorin starb an Kopfverletzungen. Sie dürfte von einer Bekannten aus der Nervenklinik erschlagen worden sein.

Von einer Bekanntschaft aus der Nervenklinik könnte eine Grazer Pensionistin getötet worden sein: Die verwirrte und wegen Drogenproblemen bekannte 46-Jährige befand sich in der Wohnung der älteren Frau, als die Polizei die Tür aufbrach.

Eine Nachbarin hatte Montagfrüh die Einsatzkräfte alarmiert, weil sie im Stiegenhaus Lärm gehört hatte. Deshalb fragte sie nach, ob Nachbarin Heide S. Hilfe brauche. Doch als Antwort kam bloß: „Ich kann die Tür nicht aufmachen.“

Die Beamten entdeckten die blutüberströmte Frau durch den Briefschlitz und brachen die Tür auf, um ihr zu helfen. Doch der Notarzt konnte nichts mehr für sie tun: Die 67-Jährige starb trotz einstündiger Rettungsversuche an ihren schweren Kopfverletzungen.

Die Polizei schließt nicht aus, dass die alleinstehende Frau Opfer eines Verbrechens wurde: Die Verletzungen könnten durch Schläge, Tritte oder Hiebe mit einem noch nicht bekannten Gegenstand verursacht worden sein. Möglich sei aber auch, dass sie von einem Sturz stammen.

 

Verwirrt

Als Verdächtige gilt die 46-jährige Bekannte der Pensionistin: Die Frau habe verwirrt gewirkt, berichteten die Beamten. Sie soll S. vor drei Jahren kennengelernt haben, als beide in der Landesklinik Sigmund Freud untergebracht waren. Die Verdächtige wurde wegen Suchtgiftmissbrauchs behandelt.

Wie lange sie bereits bei der älteren Frau zu Besuch war, steht noch nicht fest. Mehrmals soll die 46-Jährige jedoch ihren Sohn angerufen und ihn gebeten haben, dass er sie abholt. Kurz nach 6 Uhr Früh könnte es zu einem Streit zwischen den Frauen gekommen sein, sagen die Ermittler. Schließlich meldete sich die 46-Jährige erneut beim Sohn: „Abholen ist nicht mehr nötig.“ Da rief auch er die Polizei.

 

( Kurier ) Erstellt am 12.12.2011