© Katholische Aktion OÖ

Politik
12/05/2011

13 Jahre kritische Loyalität: Margit Hauft tritt ab

Linz - Nach 13 Jahren an der Spitze der Katholischen Aktion Oberösterreichs stellt sich Margit Hauft am 4. November nicht mehr der Wiederwahl. "Meine Arbeit war immer eine Gratwanderung. Für die einen waren wir zu kirchlich, für die anderen zu weltlich", sagt sie, die demnächst ihren 62. Geburtstag feiert. Sie findet, dass ihre Organisation, die mit rund 100.000 Mitgliedern die stärkste österreichweit ist, eine gute Mischung zwischen Hände falten und Mund aufmachen gefunden habe. Trotz verstärkter Kirchenaustritte verzeichnet die Katholische Aktion keine Mitgliederverluste.

Linzer Weg

Befragt zur Aussage von Papst Benedikt XVI. in Deutschland, die Kirche solle sich von der Weltlichkeit der Welt lösen, sagte sie, dies sei für sie schwierig. "Durch diesen Satz sendet er aus, dass unsere Arbeit nicht so wichtig ist. Solche Aussagen hätte ich mir bei Johannes Paul II. nicht vorstellen können. Das Dasein in der Welt ist jesuanischer." Die Katholische Aktion habe eine große Gesellschaftsrelevanz.

Das Verhältnis zur Kirchenleitung sei gekennzeichnet von gegenseitiger Akzeptanz und kritischer Loyalität. Sie bekannte sich zum "Linzer Weg", den Weg des Miteinander des Gottesvolkes. Die seelsorgerliche Nahversorgung sei ganz wichtig. Die Katholische Aktion setzt sich u.a. für die Abschaffung des Zölibats und die Priesterweihe der Frau ein.

Hauft bleibt bis ins Frühjahr Vorsitzende der katholischen Frauenbewegung Österreichs.