olympia-news
08/07/2016

Fegerl und Liu gehen mit hohen Zielen ins Tischtennis-Einzel

Österreichs Tischtennis-Hoffnung bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro liegen im Herren-Team, doch ist durchaus auch Stefan Fegerl und Liu Jia im Einzel etwas zuzutrauen. Die Medaillen hängen in dem von den Asiaten und speziell Chinesen dominierten Sport natürlich sehr hoch, jedoch geht das ÖTTV-Duo zumindest optimal vorbereitet in den Bewerb. Und ein Sieg bringt schon das Achtelfinale.

Beide sind als Nummer 16 gesetzt und haben dadurch in den ersten beiden Runden Freilose ausgefasst. Ihre Gegner mussten am Wochenende durch zumindest eine Runde, ehe sie am Montag auf Österreichs Nummer-1-Gespann treffen. Fegerl sprach aber auch die andere Seite an: "Nachteil ist natürlich, die anderen haben dann schon ein oder zwei Matches hinter sich. Die werden sich auf die Bedingungen schon besser eingestellt haben."

Nichtsdestotrotz kann gerade der Niederösterreicher selbstbewusst in seine ersten Spiele gehen. Haben in London 2012 noch Werner Schlager, Chen Weixing und Robert Gardos für Österreich gespielt, führte Fegerl in den vergangenen vier Jahren den Generationenwechsel an. Als Weltranglisten-20. ist er achtbester Europäer im Ranking. Sonst hat sich nur noch Gardos im Team gehalten, Daniel Habesohn ergänzt die Truppe im Mannschaftsbewerb.

Fegerl glaubt, sich für die Spiele in absolute Hochform gebracht zu haben. Vor gut zwei Wochen hatte er gegen den deutschen Olympia-Dritten (London 2012) Dimitrij Ovtcharov gut mitgehalten, im Training in Rio auch die Chinesen Ma Long und Fan Zhendong gefordert - den Weltranglisten-Ersten und -Zweiten. "Ich bin sehr zuversichtlich", meinte der 26-jährige Fegerl denn auch. "Unsere Planung für Rio im letzten halben Jahr, Jahr hat sehr gut gepasst."

Für Liu sind es die bereits fünften Spiele, auch deswegen durfte sie am Freitag die österreichische Fahne im Maracana-Stadion schwenken und die ÖOC-Delegation anführen. Sportlich fehlt der 34-Jährigen bei Olympia aber noch ein Erlebnis, an das man sich gerne erinnert. Alle bisherigen viermal war für sie in der Runde der letzten 32 Endstation, sie wurde also viermal 17. Bei einer Auftaktniederlage am Montag (16.00) wäre es wieder so.

Doch "Susi" hat andere Pläne, weiht nur niemanden darin ein. Freilich kann es sich bei Olympia um nicht viel Anderes als eine Medaille handeln. "Wenn ich mein Ziel erreiche, werde ich alles machen. Nur keinen Kopfstand, den kann ich nicht", sagte die Linzerin launig. "Ich habe heuer vor allem stabil gespielt. Das war bei mir immer ein Thema - einmal auf und einmal ab." Aus gewonnener Konstanz soll für die Ex-Europameisterin nun der Olympia-Erfolg resultieren.

Bei Liu hat vor allem der Sportpsychologe Fritz Weilharter etwas bewirkt. "Natürlich fühle ich mich gegen manche nicht in der Favoritenrolle. Aber es ist alles Kopfsache", erklärte sie. "Ich habe jetzt wirklich über zwei Jahre jeden Tag hart gearbeitet an meiner Mentalstärke. Im Vergleich zu früher habe ich viel gelernt, wie ich mich in guten Zustand bringen kann. Konstanz ist etwas, das ich aus dem Mentaltraining holen kann. Jetzt muss ich das nur umsetzen."

Die ersten Gegner des ÖTTV-Duos wurden im Laufe des Sonntag ermittelt. Bei Fegerl sollte es Koki Niwa sein, der Japaner hatte davor den Tschechen Dimitrij Prokopcov zu besiegen. Bei Liu war mit der 43-jährigen Li Jiao zu rechnen, die Niederländerin war gegen die Thailänderin Suthasini Sawettabut zu favorisieren. Liu gegen Li ist ein ewiges Duell mit Siegen auf beiden Seiten. Im Achtelfinale würde wohl mit Feng Tianwei (SIN) die Turnier-Nummer zwei warten.

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