© Daniela Davidovits

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02/27/2020

Unterwegs in Zypern: Der Duft des Luxus

An der Küste bei Limassol bieten Nobel-Ressorts eine elegante Verbindung zwischen dem einfachhen Leben, der coolen Küstenstadt und den Ansprüchen der Gäste.

Ein schöner Sonnenuntergang ist unbezahlbar. Wenn die Sonne den Himmel rot einfärbt und die Segelboote längere Schatten auf das Wasser werfen, ist man wunschlos glücklich. Kann man In-seiner-Mitte-Sein steigern? Man kann. Durch eine Terrasse mit Sofas zum Versinken, den perfekt gemixten Mojito und die Erwartung eines köstlichen Abendessens. Und ein Hotel, das Eleganz hochhält und bis ins Detail lebt.

Das neue Parklane Resort & Spa läutet einen Luxus-Boom an der Aorati-Küste nahe Limassol ein. Es ist das erste von mehreren Hotels, die dort am Meer errichtet werden. Hier ist die Gegend noch weitgehend unberührt für eine europäische Insel. Einige private Villen direkt am Wasser, ein offener Strand mit ein paar Schirmen, ein natürlicher Blick die Küste entlang. Doch es sind keine Hotelkästen, wie man sie aus Spanien kennt, sondern dezent in die Landschaft eingepasste Resorts.

Zypern ist kein typisches Reiseziel, den Österreichern scheinen die griechischen Inseln näher zu sein. Aber hier herrscht Aufbruchsstimmung, vom kleinen Bergdorf bis zur Strandstadt Limassol. Die Zyprioten sind voller Tatendrang dabei, aus ihrem Dornröschenschlaf aufzuwachen. Selbst wenn die Insel in den Nachrichten auch mit Negativ-Meldungen aufscheint: So fiel die türkisch-zypriotische Touristenstadt Varosha der Teilung der Insel vor 46 Jahren zum Opfer und wurde zur Geisterstadt, die jetzt langsam wieder belebt werden soll.

Dorf-Idylle wiederhergestellt

Im Bergdorf Lefkara zeigen sich die Kreativität und der unternehmerische Geist der Bewohner. Der Ort liegt im Hinterland, man fährt durch karge Felder und felsige Hügel bis zu dem idyllischen Dorf mit dem schönen Weitblick. Seine schmalen Gassen führen steil bergauf und bergab und geben den Besuchern ein Gefühl, wie mühsam das einfache Leben gewesen sein muss. Manchmal zwängt sich ein Auto durch die schmalen Gassen, meist sind es Mofas und Fußgänger.

Wer sein verfallenes Steinhaus im Stadtzentrum renoviert, bekommt die Hälfte gefördert, entschied der engagierte Bürgermeister, der eine Zeit lang in Zyperns Parlament saß. Er achtet darauf, dass sein Dorf kein Touristentrampelpfad wird, sondern ein originales Juwel für die Gäste. Die kleinen Steinhäuser erstrahlen mit bunten Holztüren und -fenstern, bei vielen kann man auch einen Blick hineinwerfen und die begrünten Innenhöfe sehen oder die Wohnzimmer mit den dunklen alten Holzmöbeln.

Behutsam vermittelt der Ort den Besuchern seine Traditionen: Große Schautafeln zeigen alte Schwarz-Weiß-Fotos der Stickerinnen, die seit jeher das lokale Handwerk der Spitzendecken ausübten. Inzwischen sind die Muster des Dorfes als Weltkulturerbe geschützt. In kleinen Geschäften werden die traditionellen Tischtücher und -deckchen verkauft, auch wenn sie heute etwas altmodisch aussehen.

Etwa bei der entzückenden Inhaberin Marina. Die alte Dame mit den tausend Falten sitzt vor ihrem Eckgeschäft und stickt. Wie sie es ihr ganzes Leben lang gemacht hat. Mit wenigen Brocken Englisch zeigt sie im Geschäft stolz ihre Schätze und vermittelt glaubhaft den Eindruck, dass sie nicht aus chinesischer Billigproduktion stammen. In manchen Auslagen hängen schon modernere weiße Leinenkleider mit den klassischen Stickereien.

Auch Afrodite schwört auf ihr Handwerk und hat es modernisiert. Unter der Marke „Lefkara Lace Biscuit“ bäckt sie in ihrer kleinen Backstube Kekse und verziert sie händisch mit den bekannten Mustern, die auch die Stickerinnen verwenden. Die sympathische Bäckerin freut sich über die Touristen, die bei ihr Biskuits verkosten, beim Arbeiten zuschauen, die herzig verpackten Süßigkeiten kaufen und aus der ganzen Welt auf ihrer Facebook-Seite posten.

Sorgfältig wird auf Qualität gesetzt. Kaum jemand stellt auf seine Terrasse billige Plastikmöbel aus Massenproduktion. Im Gegenteil: In Limassol entfaltet die Lokalszene eine besondere Kreativität. Der Hafen wurde modernisiert und ist ein Besuchermagnet. In Lokalen wie dem Hinterhof-Café „Boho“ ist schwer zu sagen, ob der Gastronom lässige Sessel, Tische und Couches am Flohmarkt zusammengesammelt oder er einen Innendesigner mit trendigem Bobo-Chic beauftragt hat. Jedenfalls spürt es sich wie ein gemütliches Wohnzimmer der Einheimischen an, in dem man als Tourist herzlich willkommen ist. Mit Barista-Kaffee und hausgemachter Limonade ist das Flair vollständig.

Diese Qualität zieht sich auch in den vielen kleinen Restaurants weiter. Zu den Spezialitäten der Insel gehören der griechische Bauernsalat und Fleisch vom Grill, besonders Lamm. Hier braucht man auch keinen Zeitgeist, um Vegetarisches auf die Speisekarte zu bringen, nur das klassische Souflaki und Milchprodukte in jeder Form.

Die resolute Loulla ist eine lokale Bekanntheit. Für ihren Halloumi-Käse kommen die Käufer gerne auf ihren Hof im Hinterland, wo sie mit drei Generationen ihrer Familie lebt. Von den Ziegen hinter dem Haus holt sie die Milch, die sie in ihrer kleinen Arbeitsküche verarbeitet. Es ist spannend, der Matriarchin zuzusehen, wie sie mit einfachsten Methoden den Käse produziert, der auf Zypern als Kulturgut gilt. Frischer hat man Halloumi noch nie gegessen. Salzig-köstliches Urlaubsfeeling.

Flüssiges Gold

Auf ihrem Hof gibt es auch eine unfreiwillige Lektion über das zweite Hauptnahrungsmittel der Einheimischen: Oliven. Es ist nicht ratsam, aus einem vollen Korb frisch geernteter Oliven eine zu essen. Sie schmecken bitter und eklig. Erst wenn sie verarbeitet werden, entfalten sie ihr Aroma.

Reiseführer Antonis schwärmt von seinen eigenen: „Ich habe einen Baum im Garten, von dem ich jedes Jahr fast 300 Kilo Oliven ernte. Ich lege sie ein und ich lasse mein eigenes Öl machen. Das ist ein wichtiger Moment bei uns: Die Zeit, die man wartet, bis das Öl aus der Presse kommt. Und dann essen wir jeden Abend Brot mit Olivenöl, das gehört einfach dazu.“

Er führt seine Gäste gerne in eine Ölmühle, wo Kunden ihr Öl in Kanister abfüllen lassen. Man ist sich der Geschichte bewusst: Auch wenn die Pressen heute Maschinen sind, stehen überall noch die alten Tonkrüge als Dekoration, in denen früher das Öl aufbewahrt wurde.

Das Hotel Parklane hat sich solche Tonkrüge als Zeichen auserkoren und auf Tapeten drucken und in Fenster gravieren lassen. Hier geht es jedoch nicht um Öl, sondern um eine noch wertvollere Flüssigkeit, erklärt Managerin Marina Stavrou stolz: „Nicht weit von uns in der Ruine Paros wurde die älteste Parfüm-Produktion der Welt entdeckt. Wir haben daher einen eigenen Duft für unsere Gäste kreieren lassen.“ Denn Luxus hat hier eine lange Tradition.

Anreise
Flüge nach Larnaka bieten austrian.com, wizzair.com. laudamotion.com. Für klimaneutrales Reisen
beträgt die -Kompensation auf der Strecke 23 €
(via atmosfair.de)

Hotel
Das  5*S Parklane Resort & Spa  bietet Doppelzimmer,  Suiten und Privatvillen mit eigenem Pool parklanecyprus.com. Angebote von Tui  Reisen z.B. eine Woche mit Flug,  Hotel  ab ca. 940  €/P/F  im Doppelzimmer, tui.at

Reisezeit
Ganzjahres-Destination, von Mai bis November (hoch)som- merliche Temperaturen

Auskunft
visitcyprus.com

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