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Welche drei Fehler sollte man bei der Urlaubsreise mit dem E-Auto nicht machen?

Sechs Prozent der Österreicher reisen heuer mit dem E-Auto in den Urlaub - was man dabei beachten sollte.
KLEJNA Christian (1) © ÖAMTC/Wirl

Zusammenfassung

  • Bei Urlaubsfahrten mit dem E-Auto sollte man Verbrauchseinflüsse wie Temperatur, Strecke, Fahrverhalten und Beladung in die Routen- und Ladeplanung einrechnen und spätestens bei rund 20 Prozent Restreichweite laden.
  • Vor Reiseantritt sollte man klären, welche Ladekarten und Tarife im Urlaubsland gelten und ob an der Unterkunft eine Lademöglichkeit vorhanden ist.
  • Für längere Strecken empfiehlt der ÖAMTC Schnelllader und Ladepausen bis etwa 80 Prozent, da die letzten 20 Prozent deutlich mehr Zeit benötigen.

Sieben von zehn Österreichern und Österreicherinnen wollen heuer mit dem privaten Pkw in den Sommerurlaub fahren – sechs Prozent davon mit dem E-Auto. Der ÖAMTC hat die wichtigsten Tipps zu Routenplanung, Ladeinfrastruktur und -autorisierung zusammengestellt und die besten Ladeprodukte in den beliebtesten europäischen Urlaubsländern recherchiert. 

Urlaubsreise mit dem E-Auto

„Eine Urlaubsreise mit dem E-Auto ist dank der Weiterentwicklungen im Bereich der Batterie- und Ladetechnologie kombiniert mit dem laufenden Ausbau der öffentlichen (Schnell-)Ladeinfrastruktur heutzutage kein Problem mehr“, betont Christian Klejna, E-Mobilitätsexperte des ÖAMTC.

Dennoch gibt es Fehler, die man nicht machen sollte.

  1. Die Ladung nicht in den Verbrauch mit einberechnen

    Auch wenn die Herstellerangaben zur Reichweite immer realitätsnäher werden, muss man gerade bei Urlaubsfahrten einige Parameter mitdenken. „Wie weit ein E-Auto tatsächlich kommt, hängt von der Umgebungstemperatur, der Nutzung von Heizung oder Klimaanlage, der Art der Strecke, z. B. Stadt-, Überland- oder Bergfahrt, sowie vom Fahrverhalten ab. Auch die Beladung spielt eine Rolle – sind z. B. zusätzlich Fahrräder am Auto montiert, erhöht das den Verbrauch auch bei E-Autos. Das sollte man bei der Routen- und Ladeplanung mitbedenken“, erklärt Klejna. Er rät, ab einer Restreichweite von etwa 20 Prozent eine Ladestation aufzusuchen.

  2. Vorab Lademöglichkeiten nicht klären

    Wer eine Ladekarte besitzt, sollte sich beim Anbieter erkundigen, an welchen Ladepunkten diese funktioniert – und ob der eigene Tarif im Urlaubsland akzeptiert wird. Aufgrund verschiedener Bezahlmodelle und intransparenter Tarifstrukturen ist ein direkter Vergleich von Ladepreisen an öffentlichen Stationen schwierig. „Wichtig wäre auch zu checken, ob es bei Unterkunft eine Lademöglichkeit gibt“, rät Klejna. Alternativ sind meist Ad-hoc-Zahlungen möglich. Dabei kann man mit Kredit- oder Debitkarte (NFC) kontaktlos bezahlen. Ist das nicht möglich, funktioniert die Zahlung meist via QR-Code an der Säule, um dann online per Kreditkarte zu bezahlen. Da Ad-hoc-Zahlungen meist teurer sind, lohnt sich ein Tarifcheck im Vorfeld.

3. Auf mehr als 80 Prozent laden

An Ladestellen stehen verschiedene Anschlusstypen zur Verfügung. Für das Zurücklegen weiterer Strecken empfiehlt der ÖAMTC-Techniker die Nutzung von DC-Ladestationen (Schnelllader) – sie können bis zu 150 kW abgeben. Dabei muss nicht immer auf 100 Prozent geladen werden. „Die letzten 20 Prozent dauern am längsten. Es reicht, wenn man mit 80 Prozent Reichweite wieder losfährt“, so Klejna. Die Ladedauer variiert auch nach Ladekapazität und Technik. In der Hauptsaison kann es zudem Wartezeiten an stark frequentierten Ladestationen geben.

Aufladen via Verlängerungskabel?

Übrigens: Die Nutzung eines herkömmlichen Verlängerungskabels zum Laden an einer „normalen“ Steckdose ist nicht ratsam. „Hersteller von E-Autos schließen ein Aufladen via Verlängerungskabel in den Bedienungsanleitungen aus. Einige E-Autos “verweigern„ diese Lademöglichkeit in der Praxis gänzlich“, warnt der ÖAMTC-Experte. „Wer häufiger längere Strecken fährt, sollte eine mobile Ladestation mithaben. Damit kann man überall sicher laden, wo Strom verfügbar ist“, rät Klejna.

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