So süß wird der neue Smart: 3,5 Gründe, warum wir den #2 schon jetzt mögen
In Rom erhielten europäische Journalisten einen exklusiven Vorgeschmack auf das nächste Kapitel der smart Story. Neben dem smart Concept #2 gab es erste Einblicke in das speziell gestaltete Innenraumkonzept sowie Details zur neuen ECA-Plattform, auf der der zukünftige smart #2 basiert.
Zusammenfassung
- Der smart #2 bringt als knapp 2,80 Meter langer elektrischer Zweisitzer die klassische Fortwo-Idee zurück und zielt klar auf die Stadt.
- Mit modischen Designdetails, Sitzbank statt Einzelsitzen und aufgeräumtem Cockpit setzt das Concept Car auf einen auffälligen, platzsparenden Auftritt.
- Die neue ECA-Plattform verspricht mit 35,7-kWh-Batterie rund 300 Kilometer Reichweite, schnelles Laden in unter 20 Minuten und einen Einstiegspreis von unter 22.500 Euro.
Das englische Wort „smart“, wir haben es nachgeschlagen, bedeutet so viel wie clever, pfiffig, schick oder elegant. Wird der neue smart #2 seinem Namen gerecht?
3,5 Gründe, warum der Neue richtig süß ist.
1. Endlich wieder ein echter Smart
Der Smart kehrt zu seinen Wurzeln zurück: Nach den SUV-Modellen #1, #3 und #5 steht nun wieder ein echter Zweisitzer in den Startlöchern. Noch ist der neue smart #2 ein Concept Car, doch die Studie zeigt bereits sehr genau, wie der kleinste Stromer der Marke aussehen und was er technisch bieten wird. Die Europapremiere feierte die Knutschkugel in Rom – dort, wo enge Gassen und Parkplatzmangel seit Jahrzehnten zum Alltag gehören. Hier hat man mit einem dicken SUV keine Freude. Mit einem Smart schon eher.
Mit knapp 2,80 Metern (statt 2,50 Metern) Länge bleibt der neue Smart seinem ursprünglichen Konzept treu. Kurze Überhänge, Räder an den äußersten Ecken der Karosserie und rahmenlose Türen sorgen für einen schicken Auftritt. Smart spricht von der Designphilosophie „Function becomes Fashion“ – also: Die Funktion bestimmt das Design.
Seine kleinen Maße sind seine größte Stärke: Im smart #2 ermöglicht die ECA-Plattform einen Wendekreis von nur 6,95 Metern (Bordstein zu Bordstein) – und erreicht damit die Wendigkeit des Smart-Zweisitzers der letzten Generation.
2. Er sieht aus wie ein Designerstück
Weiß trifft Gold - love! Man merkt: Die Designer haben sich nicht nur bei Autos umgesehen, sondern auch in der Modewelt. Kühlergrill, Scheinwerfer und Heckleuchten tragen raffinierte Muster und Details. Besonders originell: Die Türgriffe erinnern an Kleideretiketten, während feine Riemen am Heck an hochwertige Handtaschen erinnern. Smart nennt das selbst „High Fashion trifft High Tech“.
Und innen? Statt zweier klassischer Einzelsitze setzt Smart auf eine durchgehende Sitzbank. Sie soll Fahrer und Beifahrer optisch näher zusammenbringen und gleichzeitig mehr Bewegungsfreiheit schaffen. Wie beim Vorgänger soll es eine Zweifarbenlackierung und die geteilte Tailgate-Heckklappe geben.
Das Cockpit folgt einem S-förmigen Layout und wirkt bewusst aufgeräumt. Ziel war es, möglichst viel Platz aus möglichst wenig Auto herauszuholen.
Der Smart war nie einfach nur ein Auto. Das smart Concept #2 macht die Designrichtung des künftigen smart #2 erlebbar. Seine Proportionen, das zweifarbige Farbkonzept, die rahmenlosen Türen und die präzise ausgearbeiteten Oberflächendetails folgen einem zentralen Leitgedanken: „Funktion wird zu Design.“
3. Überraschend erwachsen
Unter dem Blech arbeitet erstmals die neu entwickelte 400-Volt-Electric Compact Architecture (ECA). Die speziell für ultrakompakte Elektroautos entwickelte Plattform soll den neuen Smart besonders wendig machen. Der Wendekreis beträgt lediglich 6,95 Metern – praktisch auf dem Niveau des früheren Smart Fortwo. Gerade in engen Innenstädten dürfte das einer der größten Vorteile bleiben.
Die Batterie im Unterboden kommt aus dem Geely-Sortiment mit 35,7 kWh. Reichweitetentechnisch soll der neue Smart rund 300 Kilometern schaffen - fast das Doppelte des Vorgängers. Weiteres Versprechen der Hersteller: An einer DC-Schnellladesäule soll sich der Akku in weniger als 20 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden lassen.
Smart hat sich von der Modewelt inspirieren lassen und das klassische Kleideretikett zu einem markanten Türgriff umdesignt. Und was man sonst nur von Handtaschen kennt, wird hier zum Highlight am Heck: Feine Riemen-Details ergänzen die sanft geschwungenen, organisch geformten Leuchten. Wer hinter dem Neuen fährt, schaut jetzt auf ein digitales Pixel-Display.
3,5. Er erinnert daran, warum Smart einmal Kult war
Vor mehr als 25 Jahren revolutionierte der erste Smart das Parken in der Stadt. Wie er nun seine Versprechen eingelöst werden, weiß man noch nicht: Denn es handelt sich beim #2 um eine Studie. Die Serienversion soll allerdings bereits im Herbst auf dem Pariser Autosalon ihre Weltpremiere feiern. Die jetzt gezeigten Details zu Design, Innenraum und Technik lassen aber bereits erkennen, wohin die Reise geht: weg vom Mini-SUV, zurück zum süßen Stadtauto. Das finden wir gut. Denn damit knüpft Smart an jene Idee an, mit der die Marke einst berühmt wurde – ein kleines Auto mit maximalem Nutzwert für die Stadt. Nur diesmal eben elektrisch. Ob das reicht, um so wie sein Vorgänger Kultstatus zu erreichen, wird sich zeigen. Aber das Potenzial ist da!
Und der Preis? Kosten soll der Neue unter unter 22.500 Euro.
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