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Wert vor Volumen: Porsche verkauft weniger, verdient aber mehr

Guten Nachrichten von Sportwagenbauer Porsche, der seine Halbjahresbilanz vorlegte: Weniger Autos wurden verkauft, brachten aber mehr Gewinn.
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Zusammenfassung

  • Konsequente Value-over-Volume-Strategie: Der Umsatz entwickelt sich im ersten Halbjahr 2026 resilient und sinkt weniger stark als der Absatz.
  • Profitabilität stabilisiert: Porsche erhöht die Konzernumsatzrendite auf 7,8 Prozent (Vorjahr 5,5 Prozent).
  • Der Automotive Netto-Cashflow steigt auf rund 1 Milliarde Euro.
  • Jahresprognose bestätigt: Porsche bekräftigt trotz anhaltend herausfordernder Marktbedingungen den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026. 
  • Mit dem Zukunftspaket und der Strategie „Sportwagenschmiede 35“ treibt Porsche die Neuausrichtung voran. 

Der Autobauer Porsche trotzt dem Markt - und erwartet trotz des anhaltend schwachen China-Geschäfts keinen erneuten Gewinneinbruch in diesem Jahr. 

Von Januar bis Juni 2026 verzeichnete die Porsche AG einen Konzernumsatz von 17,23 Milliarden Euro (Vorjahr: 18,16 Milliarden Euro). Das Operative Konzernergebnis wuchs von 1,01 Milliarden auf 1,35 Milliarden Euro, obwohl mit 122.306 Autos um 16,5 Prozent weniger ausgeliefert wurden. Das Unternehmen bekräftigte die Jahresprognose eines Umsatzes von 35 bis 36 Milliarden Euro (Vorjahr: 36,3 Milliarden Euro) und einer operativen Rendite von 5,5 bis 7,5 Prozent. Einsparungen und stabile Preise sollen den Rückgang des vergangenen Jahres stoppen. 

PORSCHE AG Konzern, 1. Halbjahr - Vergleich 2026/2025

Porsche AG Konzern   
  H2 2026H1 2025Änderung
 Umsatz17,23 Mrd. €18,16 Mrd. €-5,1%
 Operatives Ergebnis1,35 Mrd. €1,01 Mrd. €+33,9%
 Operative Umsatzrendite7,8%5,5% 
 Auslieferungen an Kunden122.306146.391-16,5%
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Michael Leiters, Porsche-Chef

Wert-über-Volumen-Strategie

„Unser konsequentes Kostenmanagement und unsere Value-over-Volume-Strategie zeigen erste positive Effekte, deshalb bestätigen wir trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds unsere Jahresprognose“, erklärte Finanzchef Jochen Breckner. 

Wie bereits von Volkswagen am Freitag mitgeteilt, stieg der Betriebsgewinn trotz weiteren Absatzrückgangs im ersten Halbjahr um 30 Prozent auf 1,35 Mrd. Euro. Bei leichtem Umsatzrückgang verbesserte sich die Rendite um gut zwei Prozentpunkte auf 7,8 Prozent. Der Nettogewinn stieg fast um 50 Prozent auf 1,07 Mrd. Euro. 

Porsche hatte am Montag den Abbau weiterer 5.000 Stellen bis 2035 bekannt gegeben, die zu den im vergangenen Jahr gestrichenen 3.900 Jobs hinzukommen. Der sozialverträgliche Stellenabbau werde im zweiten Halbjahr und im kommenden Jahr jeweils einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. „Wir sind aber überzeugt: Diese Ausgaben werden sich bald auszahlen“, sagte Breckner.

Strategie: „Sportwagenschmiede 35“ kurz vor dem Abschluss

Porsches neue Strategie steht kurz vor der Finalisierung. „Mit der Strategie Sportwagenschmiede 35 wollen wir die Ertragskraft, die Cash-Generierung und die Widerstandsfähigkeit von Porsche in den kommenden Jahren stärken“, betont Michael Leiters. „Wir richten unser Unternehmen konsequent auf das Kerngeschäft aus. Wir fokussieren auf unsere Marke, unsere Kunden und unsere Produkte. Zum Fundament unserer Strategie gehört auch, dass wir unsere Organisation strukturell anpassen und über alle Ebenen verschlanken.“ Dementsprechend hat Porsche die Zahl der Vorstands-Ressort von acht auf sieben reduziert. Zum 1. Juli 2026 wurde das Ressort Car-IT aufgelöst und in das Ressort Forschung und Entwicklung integriert. Einen umfassenden Einblick in die Strategie „Sportwagenschmiede 35“ und die langfristige Ausrichtung gibt Porsche auf dem Capital Markets Day am 7. Oktober.

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