├╝ber den neuen Job von Glawischnig

Reputation verspielt

von Stefan Kaltenbrunner

03/02/2018, 02:41 PM

Die Emp├Ârung ist naturgem├Ą├č gro├č. Auf Social Media ist das Urteil l├Ąngst gef├Ąllt. Schuldig in allen Punkten.

Stefan Kaltenbrunner | ├╝ber den neuen Job von Glawischnig

Eva Glawischnig hat einen neuen Job. Die ehemalige Gr├╝nen-Chefin heuert beim Gl├╝cksspiel-Konzern Novomatic an - also bei jenem Unternehmen, dem sie, ├╝berspitzt gesagt, Zeit ihrer politischen Karriere Tod und Teufel an den Hals gew├╝nscht hat. Die Emp├Ârung ist naturgem├Ą├č gro├č, auf den Social-Media-Kan├Ąlen und in den Foren ist das moralische Urteil l├Ąngst gef├Ąllt. Schuldig in allen Punkten. Sie habe sich verkauft und gr├╝ne Ideen verraten, und da h├Ątte sie ja gleich bei der Atomlobby anheuern k├Ânnen, sind dabei noch die harmloseren Vorw├╝rfe.

Dass das alles hochgradig peinlich ist, muss nicht extra erw├Ąhnt werden. Dass f├╝r ehemalige Politiker bei ihrer Jobwahl vielleicht andere Ma├čst├Ąbe gelten, auch nicht. Blaupausen von ehemaligen Politikern, wie Gusenbauer und Schr├Âder, wie es nicht geht, g├Ąbe es ja genug. Schlussendlich ist Glawischnig f├╝r ihr eigenes Gl├╝ck aber immer noch selbst verantwortlich, Moral hin oder her. Wenngleich zu bef├╝rchten ist, dass sie nach dem Motto "Hinter mir die Sintflut", das zeigt auch ihr endg├╝ltiger Bruch mit den Gr├╝nen, die Restbest├Ąnde ihrer Reputation nun endg├╝ltig "verspielt" hat. Aber da ist sie bei ihrem neuen Arbeitgeber wohl gut aufgehoben.

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