über den Fall Maximilian Krauss
09/09/2014

Proporz raus aus der Schulverwaltung

Ein völlig unzeitgemäßes System der Vergabe öffentlicher Posten machte die aktuelle Misere erst möglich.

von Josef Gebhard

Der FPÖ ist es gelungen, das Sommerloch zu stopfen.

Josef Gebhard | über den Fall Maximilian Krauss

Der FPÖ ist es gelungen, das Sommerloch zu stopfen: Mit der Nominierung des 21-jährigen schlagenden Burschenschafters Maximilian Krauss für das im Alltag völlig unbedeutende Amt des Stadtschulrat-Vizepräsidenten haben sie Bürgermeister Michael Häupl in eine politische und rechtliche Zwickmühle gebracht. Selbst Juristen sind sich uneins, ob er die Bestellung des umstrittenen Jungpolitikers ablehnen kann.

Möglich wurde die Misere aber erst, weil im Wien des Jahres 2014 Posten in der Schulverwaltung immer noch streng nach parteipolitischem Proporz besetzt werden müssen. Nicht nur die Grünen fordern jetzt die Abschaffung des Amts des Vizepräsidenten und die völlige Entpolitisierung der Landesschulräte. Sollte dies gelingen, hätte die aktuelle unwürdige Debatte zumindest einen Sinn gehabt.

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