Über den neuen Staatsoperndirektor Bogdan Rošcic
12/21/2016

Neue Energie für die Oper

von Gert Korentschnig

Eine Öffnung auch für neues Publikum, eine Öffnung für neue Zugänge.

Gert Korentschnig | Über den neuen Staatsoperndirektor Bogdan Rošcic

Noch dreieinhalb Saisonen, dann ist die Amtszeit von Dominique Meyer zu Ende. Sein Vertrag wird nicht vorzeitig gekündigt, er läuft nach zwei Perioden aus. Meyer wird dann zehn Jahre lang die Geschicke von Österreichs größter Kulturinstutition geleitet haben – das ist genug. Längere Amtszeiten sind auch international nicht üblich. Dass nun Bogdan Roščić zum künftigen Opernchef gekürt wurde, zeigt, wie wichtig Minister Thomas Drozda eine Öffnung des Hauses ist.

Eine Öffnung auch für neues Publikum, eine Öffnung für neue Zugänge, ein völlig neuer Auftritt des altehrwürdigenOpernhauses auch in der Außenwirkung. Roščić kennt den Klassikbetrieb von seinen Tätigkeiten bei Universal und seit einigen Jahren bei Sony. Er kennt das mediale Umfeld in Österreich, von seinen Tätigkeiten bei Presse und KURIER sowie als Ö3-Chef. Er ist mit Sängern und Dirigenten auf internationaler Ebene vertraut.

Was die szenische Komponente betrifft, lässt sich zur Zeit noch sehr wenig sagen. Die Größe des Hauses, gewisse Starrheiten des Systems und des Betriebes werden große Herausforderungen sein. Die Staatsoperwird aber zweifellos mit einer neuen, mit einer anderen Energie aufgeladen.

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