Nach der Wien-Wahl: 20,43 Prozent sind auch ein Auftrag

Nach der Wien-Wahl: 20,43 Prozent sind auch ein Auftrag
Die ÖVP sollte in ernsthafte Gespräche mit der SPÖ eintreten. Gerade in der Krise könnte Wien eine breite Koalition gut vertragen.
Christoph Schwarz

Christoph Schwarz

Jetzt ist es also doch passiert: Die ÖVP, die im Wahlkampf die Erwartungen an das eigene Ergebnis fast schon irritierend gering halten wollte, hat in Wien die magische 20-Prozent-Marke übersprungen. Nach Auszählung der Wahlkarten kommen die Türkisen auf 20,43 Prozent der Stimmen. Anders als der große Wahlsieger SPÖ hat die ÖVP auch in absoluten Zahlen kräftig zugelegt – um mehr als 70.000 Wähler. Dem Kleinparteienstatus sind die Türkisen damit entwachsen.

Ob das für die Partei ein Grund für uneingeschränkte Freude ist, oder ob man mit dem richtigen Spitzenkandidaten ein noch besseres Ergebnis hätte einfahren können, das ist Ansichtssache und wird in den Gremien wohl noch diskutiert. Klar ist, dass das Ergebnis auch ein Auftrag ist. Wer mit einem derartigen Wählervotum ausgestattet ist, muss ernsthafte Koalitionsverhandlungen anstreben.

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