Meinung 12.01.2013

Heikle Intervention

Das Eingreifen Frankreichs in Mali ist notwendig, der Ausgang ungewiss.

Ein neuer Terrorstaat wäre eine Bedrohung für die Region und Europa.

Mag. Walter Friedl | über Extremisten in Mali

Die Franzosen kamen in höchster Not. Denn die Islamisten, die den Norden kontrollieren, hatten bereits das Tor zum Süden aufgestoßen. Jetzt wird ihnen Einhalt geboten. Das ist gut so, denn ein neuer Terrorstaat wäre eine Bedrohung für die Region und Europa. Militärisch sollte die Militäraktion kein allzu großes Problem darstellen. Der Feuerkraft der französischen Einheiten haben die „Gotteskrieger“ wenig entgegenzustellen, sie werden sich in entlegene Wüstengebiete zurückziehen. Dauerhaft aber kann ein Gebiet von der Größe Frankreichs nicht kontrolliert werden. Die einzige Möglichkeit, die Extremisten zu vertreiben, ist eine Allianz mit den Tuareg-Stämmen, die mit Islamisten nichts am Hut haben. Um sie an Bord zu holen, muss ihnen die malische Regierung aber mehr Autonomierechte einräumen.

Erstellt am 12.01.2013