zur Frauenquote im Aufsichtsrat
06/29/2017

Nur ein Farbtupfer

von Anita Staudacher

Für echte Gleichstellung müsste es eine 50-Prozent-Quote geben

Dr. Anita Staudacher | zur Frauenquote im Aufsichtsrat

30 Prozent Frauen im Aufsichtsrat seien nicht mehr als ein schöner Farbtupfer in einer grauen Umgebung, sagte einmal ein bekannter männlicher Aufsichtsratskaiser. Recht hat er. Für echte Geschlechtergleichheit müsste es eine 50-Prozent-Quote sein.

Eine gesetzliche Quote ist bevormundend, unelegant und sicher kein Allheilmittel für Gleichstellung, aber sie wirkt. Darum, weil Unternehmen plötzlich begründen müssen, warum sie (noch) zu wenige Frauen haben. Andere Firmen schaffen das doch auch. An qualifizierten Bewerberinnen scheitert es schon lange nicht mehr, eher am fehlenden Willen.

Das Beispiel Deutschland zeigt: Die Einführung einer gesetzlichen Quote brachte Bewegung in alle Chefetagen – nicht nur ganz oben. Mehr Aufsichtsrätinnen beeinflussen auch die Bestellung der Vorstandsetage. Und haben sich die Männer erst einmal an mehr Frauen in Führungsfunktionen gewohnt, braucht’s auch keine gesetzliche Quote mehr.

Artikel über die Einführung der Frauenquote lesen Sie hier

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