über Rezession in Europa
12/06/2012

Böses Erwachen statt böser Märchen

von Michael Bachner

Statt allgemeiner Zufriedenheit erleben wir eine lähmende Ruhe vor dem Sturm.

Mag. Michael Bachner | über Rezession in Europa

Die Sicherungsnetze für den Euro sind mehr oder weniger reißfest gespannt. Auf ein neues EU-Budget wird man sich noch einigen. Das gelang immer erst im letzten Moment. Im Inland belegen Studien und Umfragen Wohlstand und Lebensqualität; Weihnachten steht vor der Tür. Doch statt allgemeiner Zufriedenheit erleben wir eine lähmende Ruhe vor dem Sturm.

Schwere Gewitterwolken am Konjunkturhimmel lösen Zukunftsängste bei Menschen und Betrieben aus. Während Europa schon in der Rezession steckt und auch die Wirtschaft in starken Ländern wie den Niederlanden oder Finnland schrumpft, hat man diese Gefahr hierzulande bisher als böses Märchen abgetan. Nun folgt das böse Erwachen.

Für eine hoch entwickelte Volkswirtschaft samt einem auf Vollbeschäftigung abgestellten Sozialstaat ist jedes einzelne Quartal mit schrumpfender Wirtschaftsleistung eine mittlere Katastrophe. Das mögen sich auch jene vor Augen führen, die ständig nach neuen Sparanstrengungen Athens rufen. Die griechische Wirtschaft schrumpft aktuell um sieben Prozent und die Jugendarbeitslosigkeit beträgt unvorstellbare 56,4 Prozent.Wer erinnert sich noch, dass Europa dereinst zur wettbewerbsfähigsten Region der Welt aufsteigen wollte? Heute liegen die Hoffnungsmärkte inBrasilien, China und Russland. Europa wurde abgeschrieben. Am meisten von sich selbst.

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