über Wirtschaftsstandort
12/06/2013

Austro-Masochismus

von Irmgard Kischko

Irgendwann werden es diese Menschen satt haben, von der großen Politik nur schlecht gemacht zu werden.

Mag. Irmgard Kischko | über Wirtschaftsstandort

Österreichs Wirtschaftsstandort ist abgesandelt, die Steuern zu hoch, das Bildungssystem miserabel, das Pensionssystem unfinanzierbar. Die heimischen Politiker, Wirtschaftsbosse und Ökonomen können gar nicht genug davon bekommen, die Wirtschaft schlecht zu machen. Austro-Masochismus, nennt der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny, das.

Aber siehe da: Unsere Wirtschaft zählt zu den Wachstums-Spitzenreitern in Euroland, die Exporte brummen, die Arbeitslosigkeit ist für österreichische Verhältnisse zwar hoch, im europäischen Vergleich dennoch die niedrigste.

Wie denn das? Offenbar gibt es abseits der Politik Menschen, die fleißig arbeiten, Unternehmen gründen, innovativ sind, forschen und sich bilden. Das gilt insbesondere für die vielen, vielen Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe. Doch irgendwann werden es diese Menschen satt haben, von der großen Politik nur schlecht gemacht zu werden. Das sollte den Politiker, gerade jetzt in den Koalitionsverhandlungen, zu denken geben.

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