Irmgard Griss

© APA/HELMUT FOHRINGER

Hofburg-Kandidatin

Irmgard Griss macht nächste Woche ernst

Präsidentschaftswahl: Bald können auf eigener Website Unterstützungserklärungen für Griss abgegeben werden.

von Johanna Hager

11/20/2015, 06:00 AM

Umringt von Frauen, die der Einladung des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG gefolgt sind, ist sie am Wort: Irmgard Griss. Die ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, die als Leiterin der Untersuchungskommission zur Causa Hypo Alpe Adria öffentlich bekannt wurde, will für das höchste Amt im Staat kandidieren. Da Griss als unabhängige und bis dato einzige Kandidatin antreten will, braucht sie 6000 Unterstützungserklärungen und Geld für den Wahlkampf. Beides will sie via Fundraising erreichen. „Ab nächster Woche soll die Plattform irmgardgriss.at online sein“, sagt Griss. Dort werde es sowohl die Möglichkeit geben, sich zu registrieren, um Unterstützung zu bekunden, als auch, um GrissWahlkampf mitzufinanzieren. Zudem soll es einen Newsletter geben. „Ich bin optimistisch, dass wir es schaffen werden.“ Besonders freut die Juristin, dass sie „von vielen jungen Menschen Zuspruch erhält“. Für die 69-Jährige – die sich nicht explizit als Kandidatin für Frauen versteht, sondern „von allen gewählt werden will“ – ist das „Werkzeug des Bundespräsidenten die Sprache. Er hat das Wort und kann die Dinge beim Namen nennen.“ Angesprochen auf die Flüchtlingskrise plädiert die einstige Höchstrichterin dafür, dass zwischen Asyl und Einwanderung getrennt wird. Es sei nichts gewonnen, wenn Österreich Lager wie im Libanon errichte. „Ein Staat braucht ein abgegrenztes Staatsgebiet.“


„Kritisches Denken“

Die Debatte über „bauliche Maßnahmen“ (©Innenministerin Johanna Mikl-Leitner) in Spielfeld hält sie für eine „lächerliche Diskussion“ – „Die Menschen müssen erfasst werden.“ Griss spricht und schätzt eine klare Sprache. „In meiner Zeit als Richterin gab es keine Schachtelsätze, keine Nebensätze.“ Es gehe im Leben stets darum, „zu verstehen und sich verständlich zu machen“. Damit dies gelingt, wünscht sie sich das Schulfach „Kritisches Denken“ nach englischem Vorbild. Dass viele nicht verstanden haben, warum sie im Gegensatz zu Parteien ihre Kandidatur bereits im Oktober bekannt gab, ist für sie nicht nachvollziehbar. Sie müsse auf sich aufmerksam machen, da sie weniger bekannt sei als die kolportierten Kandidaten Erwin Pröll und Rudolf Hundstorfer.

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