über die jüngste PISA-Studie
02/12/2016

Helmut Zilk würde sagen: Zum Kotzen

Dem verstorbenen SPÖ-Politiker hat sich schon vor Jahrzehnten der Magen umgedreht. Es wurde schlimmer.

von Helmut Brandstätter

Die Verblödung ist also weit vorgedrungen im Land.

Dr. Helmut Brandstätter | über die jüngste PISA-Studie

Elf Prozent der jungen Leute werden sich in einer modernen Gesellschaft nicht zurechtfinden, jeder fünfte kann nicht sinnerfassend lesen. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der jüngsten PISA-Studie durch die OECD. Wir haben darüber berichtet, der Zeit im Bild war es gerade eine Kurzmeldung wert, während ausführlich über das Spatzi des Herrn Lugner berichtet wurde. Die Verblödung ist also weit vorgedrungen im Land.

Nun gibt es viele Gründe, warum Österreich aus dem Bildungsnotstand nicht herausfindet, KURIER-Expertin Ute Brühl nennt die wichtigsten in der heutigen Zeitung. Aber geradezu skandalös ist, dass die Politik in Bund und Land das achselzuckend zur Kenntnis nimmt, dass ein Teil der Jugend einfach aus der Gesellschaft kippt. Und niemand sagt der Bevölkerung, dass unser Land den hohen Wohlstand, die internationalen Spitzenlöhne und die immer länger werdenden Pensionszeiten schon bald NICHT MEHR FINANZIEREN WIRD KÖNNEN. Nicht die Flüchtlinge rauben uns den Wohlstand, sondern ein Bildungssystem, das kaum Eliten, dafür aber immer mehr Empfänger von Sozialleistungen produziert.

Infineon-Chefin Sabine Herlitschka hat im KURIER-Interview gemeint, sie wolle keine Diskussionen mehr über ein besseres Bildungssystem führen, wir müssen endlich etwas tun. Die Schweiz, Finnland und andere Länder machen es uns vor, wir müssen nur intelligent abkupfern und endlich aufhören, Bund-Land und SPÖ-ÖVP-Diskussionen zu führen. Das kotzt alle nur mehr an, um den verstorbenen Bürgermeister Helmut Zilk zu zitieren. Die Parteien sollen sich endlich aus der Schule verabschieden und ausländische Fachleute arbeiten lassen.

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